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Sophia Janna Dinkel, AIT Stipendiatin der STO-Stiftung 2021/2022

Sophia Janna Dinkel studiert an der Hochschule Düsseldorf einen Kombinationslehrgang aus Architektur und Innenarchitektur. Erst für den Bachelor muss man sich dort entscheiden, in welchem Fach man seinen Abschluss machen möchte. Diese Möglichkeiten hält Sophia für sehr sinnvoll. Man lerne im kleinen, wie auch im großen Maßstab ein Gefühl fürs Entwerfen zu entwickeln. Die Lehre ist durch den Einfluss des Innenarchitekturstudiums gestalterisch geprägt, was sie sehr anspricht. Den Bachelor möchte Sophia aber in der Fachrichtung Architektur abschließen.

Für das Interior Scholarship 2021/22 – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung – hat sich die Düsseldorferin mit ihrem Portfolio sowie einer Bearbeitung der diesjährigen Stegreifaufgabe „People‘s Places – Die Rückeroberung des öffentlichen Raumes?“ beworben. Sophia Janna Dinkel ist einer der vier Stipendiat*innen des mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Interior Scholarship.
Das Stipendium ermöglicht ihr, ihren Fokus gezielter auf die Entwürfe und Projekte zu richten. Da Sophia gerne noch mehr Erfahrungen im Ausland sammeln möchte, öffnet es ihr viele Türen, sei es zu einem Auslandspraktikum nach meinem Bachelor oder einem Auslandsaufenthalt im Masterstudium.
Nach dem Abschluss ihres Bachelors, möchte Sophia Janna Dinkel noch ein Masterstudium anschließen und Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen der Architektur sammeln, um diese in Zukunft selbstständig anwenden zu können. Sie hat großes Interesse fachübergreifend zu arbeiten und kann sich z.B. gut vorstellen, sich viel mit dem Thema Umbau und Sanierung zu beschäftigen. Ihr Ziel ist es, (Innen-)Architektur zu entwerfen, die im Menschen positive Emotionen auslösen und Gefühle durch Raumgefüge vermitteln. In ihren Entwürfen ist es ihr wichtig, sich neben den funktionalen und ästhetischen Aspekten, auch mit einer umweltbewussten Bauweise und Umsetzung der Architektur auseinanderzusetzen. Es ist für sie ausschlaggebend, zukunftsorientiert und nachhaltig zu planen.

„Der Mensch ist der Mittelpunkt in mitten architektonischer Fragen. Architektur wird nach Bedarf, Bedürfnissen und Verlangen des Menschen entworfen. Neben diesen Werten muss selbstverständlich darauf geachtet werden, auf welche Art und Weise gebaut wird, wie die Architektur mit ihrer Umwelt interagiert und wie sie dort integriert wird. Vor allem aber ist es zwingend notwendig, auch auf die Bedürfnisse der Natur zu hören. Architektur ist ein Prozess, ein Dialog mit allen Beteiligten und eine Auseinandersetzung mit der Umwelt und der Gesellschaft. Dieser Prozess steht nie still. Durch die Entwicklung der Technologien und des gesellschaftlichen, wie auch kulturellen Wandels, muss dieser stetig neu konzipiert und verbessert werden.“

 

„Umnutzung der Tankstellen Dächer der Stadt“
Stegreifaufgabe

„In meinem Entwurf werden Tankstellendächer in der Stadt umgenutzt. Der Ort der Tankstelle wird schon in naher Zukunft nicht mehr so sein, wie wir ihn jetzt kennen. Der Umstieg zu Elektro-Autos wird immer häufiger und ist stetig steigend. Eine Tankstelle, in der es nicht nach Benzin und Abgasen riecht, jeder früher oder später vorbei muss? Der perfekte Ort, um die Stadt neu zu beleben und zwar, dort wo es bis jetzt noch keines gab: über den Dächern der Tankstellen. Die Dächer als Dachterrassen und Dachgärten umnutzen, um sie für die Bewohner der Stadt begehbar und nutzbar zu machen. Orte schaffen, an denen man Kraft und Energie tanken kann. Die Tankstelle sehen als ein Ort an dem man nicht nur Autos aufladen kann. Dort können neue Räume enstehen, um das gemeinsame Leben der Bewohner zu fördern und kulturellen Projekten eine Bühne zu geben. Außerdem werden die Grünflächen der Stadt erweitert!.“

 

Juryurteil:
„Sophia Dinkels gestalterische Position zeigt sich durch eine poetische Bildsprache und ihren Wunsch gesamtgesellschaftliche Themen mit in ihre Arbeit zu integrieren. Mit reduzierten Ausdrucksmitteln verleiht sie ihren Projekten eine enorme Stärke, indem sie aus den größeren Maßstäben heraus in die Wahrnehmung des Einzelnen hinein zoomt, um so auch den Individualraum wahrnehmbar werden lässt. Von der Objekthaftigkeit verschmilzt ihre Arbeit durch additive Vielfalt jenseits journalistischer Vorgaben zu einem systemischen narrativen Ansatz, mit dem Sophia Dinkel einstimmig durch die Jury verdient unter die vier Stipendiaten gewählt wurde.

Herzlichen Glückwunsch!“

 

Der Stegreif:
People‘s Places
Die Rückeroberung des öffentlichen Raumes
Angesichts einer zunehmenden virtuellen und sozialen Segregation der Gesellschaft ist es besonders wichtig, Räume zu schaffen, in denen spontane soziale Begegnungen möglich sind. In einem lebendigen städtischen Raum treffen Menschen unterschiedlichster Herkunft und kultureller Prägung, verschiedensten Alters, mit differenten Lebenserfahrungen unmittelbar und unwillkürlich aufeinander. Die Wahrnehmung dieser heterogenen Gesellschaft ist der erste Schritt diese anzuerkennen, um sie dann mitzugestalten.
Entwickeln Sie Ideen und Objekte sowie Interventionen zur temporären, partiellen Aneignung von Dingen oder Orten im öffentlichen Raum, die zur Belebung der Stadt und zur gesellschaftlichen Identitätsbildung beitragen.
In Form von individuell ausgewählten, das Konzept unterstützenden Darstellungstechniken, wie Visualisierungen, Modellfotos, Collagen, Zeichnungen, Skizzen oder Filmsequenzen soll ihre eigenständige, persönliche Idee veranschaulicht werden. Ergänzen Sie diese textlich.


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