Blog AIT-ArchitekturSalon

Memories | OS A & Maisch Wolf Architekten

Schnee fällt in Münchens Straßen. Es ist Mitte Januar 2021 und das Memories Wander-Skizzen-Buch wird durch die klirrende Kälte getragen. Stefan Schnitzlbaumer von Steelcase bringt das Buch zu OSA Ochs Schmidhuber Architekten im Gärtnerplatzviertel. Die große gläserne Fassade im Erdgeschoss spiegelt die Umgebung und lässt gleichzeitig tief blicken. Thomas Fechtner und Florian Schmidhuber empfangen unseren Boten und freuen sich darauf in das Buch zu zeichnen.
Thomas Goldhofer von fabromont trifft dort wenige Tage später Anabel Romeo, die das Buch wieder überreicht. Sie sprechen über gebaute Erinnerungen und Gebäude, die gerade entstehen und später wohl zur Basis vieler Erinnerungen werden.
Danach wird das Buch in die Hände von Stefan Maisch von Maisch Wolf Architekten gegeben. Mit ihm trifft sich Michael Schuster von TECE in seinem Büro nahe dem Münchner Ostbahnhof. Weit über eine Stunde wandern die beiden auf dem Areal an der Balanstraße und in der Grünanlage Wilframstraße umher und genießen die Unterhaltung über Gott und die Welt. Sie genießen den so selten gewordenen persönlichen Kontakt und die frische, kalte Winterluft. Michael Schuster findet den Termin ausgesprochen erfrischend und sagt, er wird noch Wochen von den anregenden Gesprächen und dem Besuch in München zehren. So wird dieser Tag eine neue, gute Erinnerung ganz im Sinne unseres Memories Projekt.
Lesen Sie im folgenden Blog Artikel vom nächsten ausgiebigen Spaziergang mit Michael Ziller von zillerplus Architekten und Stadtplaner.

 

Über Florian Schmidhuber
Florian Schmidhuber, Gründungspartner, Architekt und Stadtplaner, stammt aus einer Münchener Architektenfamilie und studierte an der Technischen Universität und an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Mit dem Diplom in der Tasche ging er nach London in das Großunternehmen Foster + Partner. Als Herzog & de Meuron 1998 mit den Arbeiten an den Fünf Höfen in München beginnen wird Florian in das Team berufen. Bei Herzog & de Meuron lernt er Fabian Ochs kennen und führt mit ihm die bis heute ungebrochene Tradition des freitaglichen Team-Feierabendbieres ein. Dabei lernten sich die beiden Architekten immer besser kennen. Im Jahr 2000 gründeten sie ihr eigenes Büro: OS A Ochs Schmidhuber Architekten war geboren. Florian begeht gern neue Wege, treu dem Motto: ‚Je komplizierter es wird, desto spannender für uns‘. Egal ob Stadtplanung oder Großprojekte, individuell geprägte Bauaufgaben, ob Gewerbe, Hotel, Wohnen, für jeden Bau findet er mit einer starken gestalterischen Haltung eine besondere Lösung. Mit Vergnügen plant er besondere Incentives oder arbeitet an Büchern und lässt damit das Werk und die Story von OS A noch einmal erlebbar werden.

Bei OS A teilen Florian Schmidhuber und Thomas Fechtner ihre Gedanken über das Memories Projekt, Erinnerungen in der Corona-Zeit und die Skizze als Beginn gebauter Realität:

Was war Ihr erster Gedanke als Sie die Einladung erhalten haben beim Wander-Skizzenbuch ‚Memories‘ mitzumachen? Was war das erste Bild, das Sie vor Augen hatten?
Ich habe mir gedacht, das ist eine sehr schöne Idee, ein Buch mit Handzeichnungen zu Erinnerungen zu machen. Es wird bestimmt ein spannendes und sehr vielseitiges Buch. Wir freuen uns jetzt schon auf die geplante Ausstellung mit den Zeichnungen und auf das Buch.

Wie sind Sie an die Aufgabe herangegangen?
Das Buch entsteht ja inmitten der Corona-Pandemie. Da denkt man gerne an die Zeiten vor Corona und freut sich auf die Zeiten nach Corona. Ich habe den Grundriss der Jochen Schweizer Arena gezeichnet, die wir in München Taufkirchen gebaut haben. Der Grundriss folgt einem Rotor. Im gebauten Zentralbereich sind Empfang und Gastronomie untergebracht, in den angegliederten Räumen kann man Surfen, Fliegen und Parties feiern. Alles Dinge, die sehr viel Spass machen und die vor Corona möglich waren und unser Leben bereichert haben.

Welchen Wert hat die Skizze für Sie im alltäglichen Arbeitsprozess und welche Rolle spielt die Skizze in Ihrem Büro?
Alles fängt mit einer Skizze an. Toll ist, wenn aus einer Skizze dann die gebaute Realität wird, wenn wir Raum geschaffen haben, indem sich Menschen wohl fühlen, sich gerne aufhalten und so ein Mehrwert entsteht, für ihr Leben, für einen Ort, eine Stadt.

 

Über Stefan Maisch
Jahrgang 1962, studierte Architektur an der FH Coburg, danach Mitarbeiter im Atelier Prof. Hans Hollein sowie freiberuflicher Architekt in Wien. Von 1991 bis 2004 arbeitet er im Büro Koch + Partner, München, als Projektleiter Wettbewerbe, seit 2000 als Projektpartner. Er zeichnet für den Wettbewerb und die Planung der Universitätsbibliothek Erfurt, des Gutenberg-Gymnasiums Erfurt und des Bischöflichen Gymnasiums Paulinum in Schwaz/Tirol verantwortlich. 2004 Gründung des Architekturbüros Maisch Wolf Architekten. 2009 Eintragung in die Stadtplanerliste der Bayerischen Architektenkammer.

Die drei Fragen, die wir allen beteiligen Büros stellen, beantwortet Stefan Maisch für uns wie folgt:

Was war Ihr erster Gedanke als Sie die Einladung erhalten haben beim Wander-Skizzenbuch „Memories“ mitzumachen? Was war das erste Bild, das Sie vor Augen hatten?
Schöne unvergessliche Momente auf Reisen, u. a. mit der AIT und lieben Kollegen/innen,  Erinnerungen an phantastische Orte und beeindruckende Gebäude, die während der Corona-Pandemie schwer oder überhaupt nicht zu erreichen sind.

Wie sind Sie an die Aufgabe herangegangen?
Einige solcher beeindruckenden Momente skizziert. 

Welchen Wert hat die Skizze für Sie im alltäglichen Arbeitsprozess und welche Rolle spielt die Skizze in Ihrem Büro?
Der wichtigste Moment: Die erste Idee, die erste Zeichnung , der erste Strich auf Aquafix. Die Skizze konzentriert sich auf das Wesentliche.

 

Über OS A
Vor 20 Jahren gegründet und im Glockenbachviertel in München zu Hause: OSA Ochs Schmidhuber Architekten. Mit 45 internationalen Mitarbeitern arbeiten sie an kreativen, innovativen und mutigen Architekturprojekten. Prägende Projekte für das Münchener Stadtbild sind ihr Steckenpferd, wie z.B. die Häuser am Rindermarkt mit ihrer ausdrucksstarken Fassade oder das 25h Hotel „The Royal Bavarian“ am Hauptbahnhof. Sie brennen für moderne Arbeitswelten und Städte, die so geplant sind, dass Menschen urbane Lebensqualität spüren.
www.osa-muenchen.de

Über Maisch Wolf Architekten
Kreatives Denken, rationales Abwägen und analytisches Entwickeln bestimmen die Arbeitsweise von Maisch Wolf Architekten. In dieser positiven, vom Teamwork geprägten Arbeitsatmosphäre entstehen die Projekte von der Konzeption bis zur Umsetzung. Mit ihrem kompetenten Team aus erfahrenen und freundlichen Kollegen und einem flexiblen Netzwerk von externen Planern können sie schnell und effektiv alle Projekterfordernisse erfüllen. Sie verfügen über modernste Büroausstattung und Kommunikationsmittel, alle Arbeitsplätze sind mit hochwertigen PC-Workstations ausgerüstet. Zugeschnitten auf den Bedarf aller Bauherren bearbeiten sie die Projekte mit den CAD-Programmen ArchiCAD oder AutoCAD.
www.maisch-wolf.de

 

Mit dem Wanderbuch „Memories“ schickt der AIT-ArchitekturSalon ein anfangs leeres Skizzenbuch durch ausgewählte Hamburger und Münchner Innen-/Architekturbüros auf Reisen, in dem sich diese mit einer Handskizze zum Thema „Architektur und Erinnerung“ verewigen dürfen. Die entstandenen Skizzen werden im AIT-ArchitekturSalon in Hamburg und München im Herbst 2021 präsentiert. Bis zu den Eröffnungen der Ausstellungen geben wir Ihnen in unserem Blog sowie auf unseren Kanälen auf Facebook und Instagram regelmäßig einen Einblick in die Entstehung des Skizzenbuches und nehmen Sie mit auf die Wanderschaft durch die Büros. Schauen Sie regelmäßig rein!

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