Blog AIT-ArchitekturSalon

Im Fokus: Die seley Familie von horgenglarus

Flexibel, bequem, leicht zu bewegen
Sitzkomfort hängt nicht von der Grösse ab, zeigt die seley Familie

Design: Frédéric Dedelley, 2019/20

Flexibel, bequem, leicht zu bewegen: Das sind die Merkmale der seley Familie von horgenglarus. Sie besteht aus einem kleinen Sessel, einer zierlichen Bank und zwei Hockern und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Schweizer Designers Frédéric Dedelley mit der Glarner Möbelmanufaktur. Die seley Familie knüpft an die Tradition von horgenglarus an und setzt zugleich Akzente. Während viele Möbel in den vergangenen Jahren immer mehr Platz beanspruchen zeigt die seley Familie: Sitzkomfort hängt nicht von der Größe ab.

Einen Sessel habe er entwerfen wollen, aber einen kleinen, erklärt Frédéric Dedelley. Denn große Möbel gebe es zu viele. Die Einrichtung müsse intelligenter und flexibler werden. Die Mieten in den Metropolen steigen, und grundsätzlich werfe die stetig steigende Pro-Kopf-Wohnfläche Fragen auf. Nachhaltigkeit bedeute Verzicht auf Überflüssiges. Und die Reduzierung auf das Wesentliche. Aber ohne Abstriche bei der Qualität.

Die Mitglieder der seley Familie sind mit der niedrigen Sitzhöhe von 41 Zentimetern und den großen Sitzdurchmessern keine Produkte, die an einen Tisch gehören. Sondern kleine, leichte Möbel, die als sehr bequeme und flexible Sitzgruppe im Loungebereich eines Restaurants oder Hotels wie auch im privaten Wohnzimmer eingesetzt werden können: der Sessel alleine oder begleitet von der Bank und den Hockern.

Die seley Familie ist das Resultat einer dreijährigen Zusammenarbeit von Frédéric Dedelley und dem Team von horgenglarus. Bewährtes muss nicht neu erfunden werden, weiß der Zürcher Designer. So basiert der Entwurf auf dem Grundprinzip der Stühle von horgenglarus, das in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts entwickelt wurde und bis heute nicht an Aktualität eingebüßt hat: Damals gelang es, eine aus einem einzigen Stück verformten Kantholzes bestehende Sitzzarge so massiv auszubilden, dass sie stabil mit den Beinen verschraubt werden konnte. So entstand ein Stuhl, der selbst bei massivster Belastung nicht wackelt und nahezu unverwüstlich ist: Verstrebungen wie beim klassischen Bugholzstuhl waren nicht mehr nötig.

Auch die einzelnen Produkte der seley Familie bestehen aus einem Minimum an Teilen: zwei Vorder- und zwei Hinterbeinen mit quadratischem Querschnitt, einem Sitz und bei Sessel und Bank einer Rückenlehne. Wie von horgenglarus gewohnt, sind Sitzzarge und Beine aus Massivholz gefertigt. Sessel und Bank zwingen zu keiner bestimmten Sitzposition: Die großzügige Sitzfläche und die organische Verbindung von Rücken- und Armlehne, die ohne Ecken und Kanten auskommt, erlauben es, sich nach rechts oder links zu wenden. Dann wird die Armlehne Rückenlehne und die Rückenlehne Armlehne. Der seley Sessel und die Bank sind flexibel, bequem und informell, aber elegant und zierlich in der Erscheinung. Damit finden sie überall ihren Platz.

Für hohen Komfort sorgt das Sitzpolster aus Federkern. Bespannt wird dieses mit Leder oder einem dehnbaren Wollstoff. Die seley Familie wird in Buche, Eiche und Nussbaum angeboten und kann in jeder beliebigen Farbe lackiert werden. Der Farbton des Bezugsstoffes oder Leders kann passend zur Holzfarbe ausgewählt werden. Das Sitzpolster aus Federkern gehört zur Grundausstattung der seley Familie. Sessel (seley 1-425) und Bank (seley 17-425) sind auch in einer Version mit gepolsterter Arm- und Rückenlehne, bzw. gepolstertem Rückenschild, erhältlich.

Als Prototyp auf der Möbelmesse in Köln 2019 vorgestellt, stieß der Sessel seley auf großes Interesse. Schnell zeichnete sich ab, dass der Bedarf an einer dazu passenden zierlichen Bank und Hocker groß ist. Daher wurde während der Fertigentwicklung des Sessels mit Hochdruck auch an einer Bank und zwei Hockern gearbeitet und auf der imm cologne 2020 erstmals als „Familie“ präsentiert.


Über ag möbelfabrik horgenglarus

Horgenglarus zählt hinsichtlich Design und Qualität seit mehr als 135 Jahren zur Elite der Schweizer Möbelhersteller. Die Manufaktur wurde im Jahr 1880 in Horgen bei Zürich gegründet und produziert heute von Glarus aus, wo sie seit 1902 ansässig ist.

Zahlreiche bedeutende Schweizer Möbelgestalter wie Werner Max Moser, Max Ernst Haefeli, Hans Bellmann, Robert und Trix Haussmann, Hannes Wettstein und viele andere haben im letzten Jahrhundert in Zusammenarbeit mit horgenglarus zeitlose und in Gestaltung, Detail und Ausführung hoch anspruchsvolle Möbel entwickelt.

Doch auch Architekten haben bereits früh die Einzigartigkeit der Möbelmanufaktur kennengelernt. Schon Le Corbusier pries die Produkte als Beispiele zeitgemäßer und zukunftsweisender Wohnkultur an und bis heute setzen Architekten und Gestalter wie Herzog & de Meuron, Max Dudler, Gigon Guyer und zuletzt blocher partners auf die Stühle von horgenglarus.

Mit seinem eleganten und zeitlosen Design ist horgenglarus in öffentlichen Räumen wie Restaurants, Hotels, Cafés, Kirchen und Besucherzentren ebenso präsent wie im privaten Raum. Der Blick auf die Referenzliste lässt vermuten, dass wohl nahezu jeder Schweizer schon einmal auf einem Stuhl aus der Glarner Manufaktur saß.

Die privilegierte Stellung in der Designgeschichte erlaubt es horgenglarus auch in Zukunft, den Trends zur Massenanfertigung und Auslagerung von Herstellungseinheiten die innovative Zusammenarbeit mit ausgewählten Möbelgestaltern und Architekten entgegenzusetzen.

 

Kontakt
ag möbelfabrik horgenglarus
Kirchweg 82
8750 Glarus

Telefon: +41 (0) 55 645 34 00
Fax: +41 (0) 55 645 34 01
E-Mail: info@horgenglarus.ch

Jean-Jacques Kraus (Verkaufsleiter Süd)
Telefon: +49 (0)151 46198352
E-Mail: jacques.kraus@horgenglarus.de

Andreas Becker (Verkaufsleiter Nord)
Telefon: +49 (0)151 72708805
E-Mail: andreas.becker@horgenglarus.de

www.horgenglarus.ch

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