Blog Architektur-Barometer 30mal10

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Linus Hofrichter (sander.hofrichter architekten)

Wie sind die Auswirkungen der Krise auf Ihre laufenden Projekte? Ich denke zum Beispiel an Ihren Campus des Zentral-Klinikums in Lörrach!

Wir sind Teil einer sehr vielfältigen multikulturellen Gesellschaft in Deutschland. Und wir als Planende in der Bauwirtschaft dürfen uns überhaupt nicht beklagen. Als Spezialisten für Krankenhausbau und Bauten der sozialen Infrastruktur – wir bauen ja zu neunzig Prozent Krankenhäuser, Schulen, Bildungsstätten und Hochschulbauten – haben wir Corona nur sehr geringfügig gespürt. Unsere Baustellen sind genauso weitergelaufen, teilweise sogar besser als vorher, weil die Handwerker auf manchen privaten Baustellen wegen der Befürchtung der Ansteckung nicht mehr weiterarbeiten durften. Stattdessen kamen sie dann verstärkt auf unsere Baustellen. Wir hatten beispielsweise auf der Baustelle des Landtags in Rheinland-Pfalz in Mainz vor der Corona-Krise Personalengpässe und seit der Krise nicht mehr. Mit Ausnahme eines Altenpflegeheims, das wegen des sehr sensiblen Bereiches mit den alten Menschen verständlicherweise gestoppt wurde, hatten wir keine Unterbrechungen auf den Baustellen. In Bezug auf das Zentral-Klinikum in Lörrach werden wir in einigen Monaten mit dem Bau beginnen, die vorbereitenden Maßnahmen laufen auf Hochtouren und der Terminplan wurde eingehalten. Von Verzögerung und Reduktion nichts zu spüren!

In mittel- und langfristiger Hinsicht machen wir uns natürlich ein wenig Sorgen, dass Gelder für Krankenhausund Bildungsbauten fehlen werden und dass Häuser, die für 2021/2022 geplant waren, erst in vier Jahren oder später kommen. Obwohl momentan die Politik befürwortet, alle Ausschreibungen weiterlaufen zu lassen. Gerade im Bereich der Sozialbauten, Krankenhäuser und Schulen haben wir in Deutschland dringenden Nachholbedarf.

 

Müssen wir zukünftig die Planung der Krankenhausstrukturen an einem Extremszenario wie der Corona-Pandemie ausrichten? Ist das überhaupt finanzierbar und damit möglich?

Es ist möglich, wenn wir unseren intelligenten und bereits gestarteten Konzentrationsprozess weiterfahren und Standorte schließen. In Hannover wurden beispielsweise mit Siloah, Oststadt und Heidehaus drei Krankenhäuser geschlossen und gleichzeitig wurde ein neues Klinikum gebaut. Wir beteiligen uns gerade am Wettbewerb in Georgsheil in Ostfriesland. Dort hat jetzt die Politik nach langen Bürgerprotesten beschlossen, drei Krankenhäuser zu schließen und geographisch genau in der Mitte ein Neues zu errichten. Weiterhin planen wir derzeit in Lohr zwischen  Aschaffenburg und Würzburg im Spessart ein neues Krankenhaus. Dafür werden vier Krankenhäuser geschlossen. Die Entfernungen für die Patienten sind geringfügig weiter, aber immer noch zumutbar. Das heißt, diese Konzentrationsprozesse, aus vier Krankenhäusern eines zu machen, bedeutet auch, dass wir weniger Personal an verschiedenen Orten benötigen. Über diese Lösung würde sich natürlich auch im gewissen Sinn der Pflegenotstand lösen. Für ein einzelnes Krankenhaus benötigen wir natürlich deutlich weniger Pfleger als für vier. Auf dem Papier ergibt sich damit ein gewisser Stellenabbau, aber wenn die Stellen eh nicht besetzt sind, bedeutet das eine höhere Pflegequalität. Und diesen Kurs gilt es unbedingt weiterzuverfolgen. Nur weil wir jetzt gut durch die Krise gekommen sind, müssen wir nicht an alten Strukturen festhalten und weiterhin alle fünf Kilometer ein Krankenhaus haben. Im Gegenteil, wir müssen weiter diesen Konzentrations- und Konsolidierungsprozess fahren und gezielt auf der Landkarte schauen, wo man welche Krankenhäuser benötigt; und wir müssen die Krankenhausträger dazu anhalten, Schwerpunkte zu bilden.

Es kann durchaus sein, dass in einer Stadt fünf Krankenhäuser sinnvoll sind, es kann aber nicht sein, dass sich jedes dieser fünf Häuser auf das Gleiche spezialisiert. Durch unterschiedliche Spezialisierungen auf verschiedene Krankheitsbilder pro Klinik können wir eine bessere Qualität der medizinischen Versorgung gewährleisten. Und damit das regional bestehende Überangebot aufheben. Was nicht heißt, dass es nicht regional kleine Häuser zur Krankenversorgung geben sollte. Ich bin kein Freund einer extremen Konzentration, wie sie in Dänemark praktiziert wird, wo es landesweit nur acht große Krankenhäuser gibt. Diese Kultur haben wir Gott sei Dank nicht. Wir werden nie auf zehn oder zwanzig Krankenhäuser pro Bundesland runtergehen. Wir werden keine zweitausend Krankenhäuser mehr benötigen, wir brauchen vielleicht nur noch tausend. Dass wir nur noch 300 brauchen, wie manche Studien sagen, das ist meines Erachtens unrealistisch und auch nicht gut im Sinne der Bevölkerung. Im Falle einer Pandemie können wir ja nicht hundert Kilometer bis zum nächsten Krankenhaus fahren. Die Franzosen hatten überhaupt keine Kapazitäten und haben dann die Leute über Hunderte von Kilometern von Nord-Frankreich nach Süd-Frankreich verlegt, weil dort noch Betten frei waren. Also so etwas dürfen wir uns nicht erlauben. Es ist essentiell wichtig, dass wir in Bezug auf die Bevölkerungszahlen eine relativ gleichmäßige Krankenversorgung garantieren.

Was mir noch wichtig wäre zu erwähnen: es sollte im Krankenhausbau endlich die Diskussion über das Bauen von ausschließlich Einbettzimmern, sowohl in der Normal- als auch in der Intensivpflege, einfließen. Das ist etwas, was wir in Deutschland immer noch nicht verstanden haben, weil wir immer der Meinung sind, sie sind zu teuer und wir können sie uns nicht leisten. Schon allein unter dem Gesichtspunkt der Infektionen oder anderer ansteckender Krankheiten haben Einbettzimmer einen enormen Mehrwert. Es wäre für mich sehr wichtig, dass wir die durch die Krise gewonnenen Erfahrungen mit der Distanz auch auf unsere Bautypologien übertragen.

 

Krankenhäuser werden sich weltweit verändern, bedingt durch neue Technologien und demographische und wirtschaftlichen Veränderungen. Können Sie uns einen Einblick verschaffen, wie Sie das Universitätsspital Zürich in die Zukunft führen werden?

Ich habe soeben erwähnt, dass ich diese Megastrukturen kritisch sehe. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir große Krankenhäuser brauchen, wo man besonders schwierige, ganz extreme Krankheiten oder ganz schwere Verletzungen behandeln können muss. Die besten Mediziner und besten Forscher müssen dort zusammenkommen, behandeln und forschen. Im Falle eines ganz schwierigen Hirntumors erhalten Sie womöglich in einem normalen Krankenhaus die Aussage, das er nicht operabel oder das Risiko zu groß ist. In einer Spitzenklinik, die täglich solche High-End-Fälle behandelt, ist man ganz anders aufgehoben. Ich glaube, dass wir in unserer medizinischen Entwicklung nur weiterkommen, wenn wir auch an den Grenzbereich gehen. Hätte es die erste Herzoperation nie gegeben, dann hätten wir heute viele Dinge nicht gelöst. Ich bin ein fortschrittsgläubiger Mensch. Auch im Rahmen vieler ethischer Fragen sollten wir Spitzenmedizin immer fördern.

Um auf unser Projekt in Zürich zu kommen: In Zürich gibt es die Uniklinik oben auf dem Zürichberg und mitten in der Stadt. Sie liegt direkt neben der Universität und direkt neben der ETH, der Eidgenössischen Technischen Hochschule. Die Schweizer wollen die Spitzenmedizin dort belassen, weil es der richtige Ort für die Forschung und Wissenschaft ist. Auch für die Studierenden ist es wichtig, dass es Universitätsspitäler gibt, die vernetzt sind. Die ETH entwickelt zum Beispiel Roboter und entwickelt Medizinprodukte. Und diese werden dann im Uniklinikum daneben eingesetzt oder getestet. Dieses Miteinander der disziplinären Forschung aus der Universität, aus der Universitätsklinik und der ETH war ausschlaggebend für die Entscheidung, an diesem Campus zu bleiben. Allerdings folgte dann die Überlegung, dass man große Teile der vor- und nachstationären Untersuchungen und ambulante und teilambulante Leistungen nicht auch noch mitten in der Stadt erbringen wollte, sondern in einem eigenen Krankenhaus am Rande der Stadt. Dann haben die Züricher etwas sehr Innovatives getan, sie haben am Flughafen in Kloten ein neues Gebäude eröffnet, wo sämtliche Routine- oder Präventivuntersuchungen stattfinden. Man hat vorher festgestellt, dass die Erreichbarkeit direkt am Flughafen in Zürich hervorragend ist, weil dort sämtliche Straßenbahnen, die U-Bahnen und die Buslinien hinfahren. Und die im Kanton Zürich lebenden Menschen erreichen den Flughafen mindestens genauso gut wie die Innenstadt von Zürich.

In dem von uns derzeit entwickelten Spital in der City von Zürich werden insbesondere die Schwerkranken – und Notfälle behandelt. Es gibt eine große Notaufnahme mit zwei Dach-Hubschrauber-Landeplätzen, wo Polytraumen und andere ganz schwere Fälle sofort versorgt werden. Im zweiten Bauabschnitt wird es weitere Spezialintensivstationen für Brandverletzte, für Knochenmarktransplantationen usw. geben. Also High-End-Medizin in einem Krankenhaus mitten in der Stadt. Und viele planbare und vor- und nachstationäre Fälle, die einem Arztbesuch gleichkommen, finden zum Großteil draußen am Flughafen statt. Die Schweizer haben hiermit ein sehr gutes und interessantes Konzept entwickelt. Der erste Bauabschnitt, den wir jetzt bauen, entspricht einem sehr kompakten Krankenhaus mit 24 OP-Sälen und hundert Intensivbetten. Wir planen dieses Projekt gemeinsam mit den renommierten Schweizer Kollegen Christ & Gantenbein aus Basel. Sie sind hervorragende Architekten, die aber noch nie zuvor ein Krankenhaus gebaut haben. Wir als Krankenhausarchitekten und Spitalplaner haben gerade in solch großen, komplexen Strukturen weitreichende Erfahrungen und können maßgeblich zum Gelingen dieses extrem anspruchsvollen Projekts beitragen. Die Zusammenarbeit ist sehr fruchtbar, vertrauensvoll und spannend. Sie hat uns dazu beflügelt, uns noch mehr mit städtebaulichen Themen, mit Fassaden und mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Gemeinsam haben wir das Ziel, später ein gut funktionierendes Krankenhaus im Sinne der Patienten, der Ärzte und der Pflegenden zu übergeben. Ich bin überzeugt, dass wir dort einen Leuchtturm platzieren werden, sowohl in Bezug auf die Nachhaltigkeit, den Städtebau, die Ästhetik des Gebäudes als auch die funktionale medizinische Struktur.

Lesen Sie das vollständige Interview mit Linus Hofrichter auf der Seite des Architekturbarometer 30mal10 – Grohe Digital Talks.

 

Über Linus Horichter

Linus Hofrichter hat von 1979 bis 1986 an der Universität Karlsruhe (TH) Bauingenieurwesen und Architektur studiert. Seit 1996 ist er Inhaber von sander.hofrichter architekten. 1997 wurde er in den Bund Deutscher Architekten (BDA) berufen. Seit 2003 ist er Mitglied und seit 2006 stellvertretender Vorsitzender des Vereins Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen e.V. (AKG), Berlin. Seit 2008 ist er Mitglied des Expertenausschusses für DIN-Normen im Krankenhausbau (EDK), Berlin. Die Professur für Krankenhausplanung an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen hat Linus Hofrichter seit 2012 inne. Seit 2014 ist er einer der Geschäftsführenden Gesellschafter der sander.hofrichter architekten GmbH Gesellschaft für Architektur und Generalplanung. (www.a-sh.de)

Alle Blog-Einträge von Grohe

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Olaf Kitzig (Kitzig Interior Design)

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Oktober 2020
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Zu den Kitzig Design Studios gehören Kitzig Interior Design, Kitzig Identities und Kitzig Details stehen für außergewöhnliche Deisgnlösungen. Kitzig Design Studios bündelt die kaufmännische, strategische und strukturelle Kompetenz und gibt den operativen Kreativ-Studios den organisatorischen Rahmen und somit die Freiheit, sich ausschließlich auf die jeweilige Gestaltungsaufgabe konzentrieren zu können. Die Kernkompetenzen von Olaf Kitzig und seinen Mitarbeitern liegen in den Bereichen Hotellerie/Gastronomie sowie in der Erstellung von maßgeschneiderten Konzepten für das Office- und Retaildesign sowie Corporate Architecture. In unserem Interview spricht Olaf Kitzig unter anderem über die aktuelle Krise und deren Auswirklungen auf die Hotelbranche, über Architektur für den Menschen sowie über die Zukunft und Chance in Bereich der Hottelerie.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Christoph Röhr (RMA Management)

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Oktober 2020
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Die RMA Management ist ein unabhängiger Projektentwickler für gewerblich genutzte Immobilien mit jahrelanger Erfahrung. Spezialisten arbeiten projektbezogen und sorgen mit ihrem interdisziplinäres Know-How für eine perfekt Lösung verschiedener individuellen Aufgaben. Ihre Referenzen umfassen zahlreiche Hotels und Geschäftshäuser. In unserem Interview spricht Christoph Röhr unter anderem über die Entwicklung und die Rolle von Projektentwicklern seit der Krise, die Zukunft unterschiedlicher Bautypologien sowie über die Nachfrage und das Angebot auf dem aktuellen Immobilienmarkt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Johannes Ernst (Steidle Architekten)

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Oktober 2020
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Das Architekturbüro Steidle und Partner wurde 1969 von Otto Steidle (1943 – 2004) gegründet. Seit 2005 führen die ehemaligen leitenden Mitarbeiter Johann Spengler, Hans Kohl (1952 – 2007), Johannes Ernst und Martin Klein die Steidle Architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH. Die Planungsschwerpunkte liegen bei Wohn- und Bürogebäuden, im Hochschul- und Institutsbau sowie bei städtebaulichen Rahmenplanungen. In unserem Interview spricht Johannes Ernst unter anderem über die Wohnungsnot in Deutschland, den Zukunft des Wohnungsbaus sowie darüber, was ein zeitgemäßer und zukunftsweisender Wohnungsgrundriss leisten muss.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Moritz Auer (Auer Weber)

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Oktober 2020
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Die Architektur von Auer Weber bezieht ihre jeweilige Ausprägung aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe selbst sowie den Bedingungen und Chancen des Ortes, an dem sie entsteht. Der Entwurfsprozess umfasst die Findung adäquater Gestaltungsmittel und die Einbeziehung aller an der Konzeption und Realisierung Beteiligten. Das Resultat sind architektonische Konzeptionen, die vom skulptural gefassten Volumen bis zu strukturellen offenen Landschaften reichen. Gemeinsamer Nenner des so Entstandenen ist die Offenheit und Eingängigkeit für Sinne und Verstand. Die Nachvollziehbarkeit des Entwurfes gibt Orientierung und ermöglicht unterschiedliche Wege der Aneignung und Interpretationen durch Nutzer und Betrachter. In unserem Interview spricht Moritz Auer unter anderem über aktuelle Bauvorhaben des Büros, wie den Münchner Hauptbahnhof und das Stadtmuseum, die Zukunft von Museen und des Kulturlebens sowie über die Veränderungen und die Chancen, die die Krise mit sich bringt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Peter Schäfer (Gensler Architekten)

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Oktober 2020
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Gensler ist ein globales Architektur- und Designbüro mit 50 Standorten in Asien, Europa, Australien, dem Nahen Osten und Amerika. Das 1965 gegründete Unternehmen betreut mehr als 3.500 aktive Kunden in nahezu allen Branchen. Das Team aus Architekten und Designern ist bestrebt die Orte, an denen Menschen leben und arbeiten inspirierender, nachhaltiger und bedeutungsvoller zu gestalten. In unserem Interview spricht Peter Schäfer unter anderem über die Veränderungen der Büro- und Arbeitswelten, das Büro der Zukunft und welche Rolle das Home Office auch in Zukunft einnehmen wird.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Barbara Schaeffer und Prof. Juan Pablo Molestina (Molestina Architekten)

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September 2020
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Das Tätigkeitfeld von Molestina Architekten bietet ein breites Spektrum von Kultur- und Gesundheitsbauten bis hin zu Gebäuden im Bereich Office und Wohnen bis hin zu städtebaulichen Rahmenplanungen. In unserem Interview sprechen Barbara Schaeffer und Prof. Juan Pablo Molestina unter anderem darüber, wie es möglich gemacht werden kann, die Vorteile des Lebens auf dem Land in die Stadt zu transportieren, über die aktuelle Wohnungssituation und den derzeitigen Wohnungsmarkt sowie über die Chancen, die die Krise mit sich bringt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Markus Hammes (hammeskrause architekten)

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September 2020
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hammeskrause architekten entwerfen Gebäude unterschiedlicher Bautypologien. Diese reichen von Bauwerken im Bereich der Wissenschaft, Forschung und Industrie über öffentliche Bauten bis hin zu Gebäude für Pflege und Gesundheit. Dabei reicht ihr Tätigkeitsfeld von der Architektur und Innenarchitektur bis hin zur Landschaftsplanung und Generalplanerleistungen. Dabei prägen ein wertschätzendes Miteinander und der offene Dialog im Team die Zusammenarbeit von hammeskrause architekten. In unserem Interview spricht Markus Hammes unter anderem über die Bautypologie Forschung, seine besondere Expertise im Bereich der Forschung und Wissenschaft, aktuelle städtische Entwicklungen sowie welche Chancen sich durch die Krise eröffnet haben.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Jurek M. Slapa (SOP Architekten)

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September 2020
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slapa oberholz pszczulny | sop architekten entwickelt Bauwerke in den Bereichen Büro-, Gewerbe-, Hotel-, Industrie- und Wohnungsbau sowie Flughäfen, Sportstätten und Einrichtungen für Lehre und Forschung. Das international tätige Büro steht für eine klare, zeitlose Architektursprache. In unserem Interview spricht Jurek M. Slapa unter anderem über den Wertewandel in der Gesellschaft und die Auswirkungen auf die Architektur, die möglichen Veränderungen verschiedener Bautypologien und die Anforderungen an das Büro der Zukunft.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Gert Lorber (Lorber Paul Architekten)

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September 2020
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Das Büro Lorber Paul Architekten plant und realisiert vornehmlich Projekte im Bildungs-, Gewerbe- und Wohnungsbau sowie im städtebaulichen Bereich. Dabei prägen Bauaufgaben unterschiedlicher Größen für öffentliche und private Auftraggeber die Erfahrungen und Abläufe des Büros. 2020 erhielt das Büro den deutschen Bauherrenpreis für die Wohnbebauung in der Holsteinstraße in Köln. In unserem Interview spricht Gert Lorber über die Diskrepanz zwischen aktuellem Wohnungsmarkt und der sich verändernden Gesellschaft, über Umnutzung von Immobilien und sich vorhandene Trends in der Baubranche.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Michaela Hauser (ATP architekten ingenieure)

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August 2020
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Das Besondere an ATP architekten ingenieure ist die integrale, BIM-basierte Planungsweise in einer europaweit vernetzten Unternehmensstruktur. Am Standort München steht vor allem die Integrale Planung von Immobilien für den Industriebau und die Forschung sowie für die Bereiche Büro, Tourismus, Handel und Wohnen im Fokus. In unserem Interview spricht Michaela Hauser über Chancen der Baukultur, Sanierung und Revitalisierung von Leerständen sowie die Veränderungen in der Hotelbranche.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Matthias Pfeifer (RKW Architektur+)

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August 2020
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RKW Architektur+ rücken den Menschen in den Fokus, was sich nicht nur an den über 400 Architekten, Innenarchitekten, Bauingenieuren, Fachplanern und Controllern zeigt, die Generationen, Nationalitäten und Begabungen verbinden, sondern auch an ihren Projekten. Sie verstehen sich als innovative Gestalter und suchen nach neuen Antworten auf immer wiederkehrende Fragen. In unserem Interview spricht Matthias Pfeifer über die Auswirkungen und Chancen der Pandemie, über das Motto „Office is where you want“ und dem Wunsch nach gemischten Nutzungskonzepten.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Prof. Eckhard Gerber (Gerber Architekten)

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August 2020
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Mit über 50 Jahren Expertise verfügt Gerber Architekten über langjährige Erfahrung und Kompetenz bei allen Themen des Bauens – von Büro- und Hochhausbauten über Gebäuden für Wissenschaft und Lehre, Kunst und Kultur sowie Labor- und Forschungsbauten bis hin zu Wohnungs- und Verkehrsbauten. Prof. Eckhard Gerber blickt in unserem Interview auf die Auswirkung der Krise auf die verschiedenen Bautypologien wie Wohnen, Büros und Kulturbauten und betrachtet die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wertewandels auf die Architektur.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Magnus Nickl (Nickl & Partner Architekten)

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August 2020
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Als international tätiges Büro widmen sich Nickl & Partner Architekten der Planung und Durchführung von Bauten des Gesundheitswesens und der Forschung, aber auch dem sozialen Wohnungs- und Städtebau. Ihre Entwürfe sollen den Arbeits- und Lebensraum positiv stärken, wobei im Zentrum stets der Mensch steht. Magnus Nickl, der aktuell zwei Großprojekte in der Schweiz sowie das Büro in Indonesien betreut, blickt in unserem Interview auf die bisherigen Entwicklungen und mögliche Verfehlungen im Gesundheitswesen, gibt aber auch Antwort auf die Fragen wie die Corona-Pandemie den Gesundheitssektor und die Architektur verändern wird.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Ruprecht Melder (Chapman Taylor)

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Juli 2020
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Seit 25 Jahren ist Ruprecht Melder für das internationale Architekturbüro Chapman Taylor tätig und hat seither nicht nur zahlreiche Entwurfskonzepte für innerstädtische Entwicklungen und Architekturwettbewerbe erarbeitet, sondern auch den Prozess der heutigen Diversifizierung des Büros maßgebend vorangetrieben. Ob der Architekt durch die Krise die Chance hat, sein Berufsbild neu zu positionieren, wie er die Entwicklungen nach der Pandemie einschätzt und wie für ihn das Büro der Zukunft aussieht, darüber spricht Melder in unserem Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Stefan Behnisch (Behnisch Architekten)

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Juli 2020
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Stefan Behnisch gründete sein Büro 1989 und hat mittlerweile nicht nur weitere Standorte in Los Angeles, Boston und München, sondern kann vor allem auf zahlreiche wegweisende Projekte im Beriech des nachhaltigen Bauens in Europa und den USA zurückblicken. Er findet, dass der Wohnungsbau längst hätte neu gedacht werden müssen und die Krise eine Chance bietet, Architektur in vielen Bereichen neu zu betrachten. Im Interview spricht er darüber, wie es ihm und seinen Kollegen in den letzten Monaten erging und ob wir zukünftig Bautypologien überdenken oder das Berufsbild des Architekten neu positionieren müssen. Auch die Frage nach flexiblen Wohnungsgrundrissen, der Verdichtung der Stadt und Smartcity werden aufgegriffen.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Gerhard G. Feldmeyer (HPP Architekten)

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Juli 2020
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Gerhard G. Feldmeyer von HPP Architekten ist sich sicher: „Die Corona-Krise verleiht dem schon längst begonnenen Strukturwandel eine unvorstellbare Dynamik, die alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst […]. Als Architekten stehen wir mitten im Geschehen, da wir uns mit einer Vielzahl von gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Themen Tag für Tag auseinandersetzen. […] Die vieldiskutierte Flexibilisierung des Arbeitens hat jetzt in weniger als zwei Monaten den Sprung aus der Nische in die Wirklichkeit geschafft. Für uns als Architekten bedeutet das, dass wir uns mit neuen Konzepten für zukunftsfähige Arbeitswelten auseinandersetzen. Wir befinden uns in einer sehr spannenden Zeit und können Zukunft aktiv mitgestalten!“ Welche Chancen und Veränderungen Gerhard G. Feldmeyer genau in der aktuellen Situation sieht und wie sich die Bürowelt verändert, erzählt er im Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk (JOI-Design)

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Juli 2020
Blogger Grohe

Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk leiten gemeinsam das Büro JOI-Design in Hamburg, das als eines der führenden europäischen Innenarchitektur- und Designstudios durch eine mehr als 35-jährige Erfahrung im Hospitality Design sowie über 500 realisierte Hotelprojekte weltweit überzeugt. Wie sie die Auswirkungen der Pandemie und die sich daraus ergebenden Chancen sowie die Veränderungen in der Baukultur im Bereich der Hotellerie erleben – persönlich, aber vor allem auch beruflich – verraten sie im Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – GROHE Digital Talks

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Juli 2020
Blogger Grohe

Die in 2020 ausgebrochene Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger längst angelaufener Trends. Welche Konsequenzen hat sie für die Bau- und Immobilienbranche und im Speziellen für die Architektenschaft? Im Architektur-Barometer 30mal10 – GROHE Digital Talks nehmen 30 Persönlichkeiten aus Architektur und Immobilienwirtschaft Stellung zu jeweils 10 Fragen. Im Zentrum der Interviews steht die Einschätzung der Auswirkungen der Pandemie auf unsere Baukultur, unsere Städte und konkret auf Bautypologien wie Wohnungs- und Bürobau, Hotellerie, Krankenhäuser und Pflegeheime, öffentliche Gebäude und Bildungsbauten. Lesen Sie in hier von Woche zu Woche, wie renommierte Architekten die Gegenwart und Zukunft unserer Baubranche einschätzen.