Blog Architektur-Barometer 30mal10

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Olaf Kitzig (Kitzig Interior Design)

Auf Ihrer Webseite ist zu lesen, dass Ihre Entwürfe den Menschen und Ihren Anforderungen genügen sollen. Haben wir in der Architektur den Blick auf den Menschen und seine Bedürfnisse – zumindest zum Teil – verloren? Die Effizienz der Gebäude, ihre Zertifizierung und ihre Vermarktbarkeit scheinen oft im Vordergrund zu stehen. Eröffnet Corona jetzt die Möglichkeit, den Menschen wieder in das Zentrum der Überlegung zu stellen?

Gute Architektur sollte für den Menschen gemacht werden. Die neuen Anforderungen durch Social Distancing und durch Corona insgesamt werden einen großen Ruck durch die Welt der Gastronomie, Hotellerie und Büros geben. Auch das private Haus bzw. die private Wohnung wird sich verändern, weil der Mensch sich stärker mit seinem Wohnen auseinandergesetzt hat. Es hat eine Sensibilisierung des Umfeldes stattgefunden. Ich persönlich muss allerdings sagen, dass bis auf einige, vielleicht nicht so gelungene Beispiele, die Architektur und vor allen Dingen die Innenarchitektur in den letzten Jahren wesentlich stärker auf den einzelnen Menschen und auf die Gruppen der Benutzer eingegangen ist, als das in der Vergangenheit der Fall war. Es hat durchaus ein Umdenken stattgefunden. Ich bin ein großer Freund der Innenarchitektur, weil das Interior Design immer eine Reflexion der Gesellschaft ist. Also im Rococo hat man so gelebt, wie man eben im Rococo gelebt hat. Deswegen gab es den Rococo oder den Baroque. Wir leben jetzt schon ewig in der Neuzeit, ohne dass wir einen Stil als solchen haben, weil wir den Namen der einzelnen Baustile immer in der Retrospektive gegeben haben. Wir beobachten starke Umbrüche und auf den Menschen zugeschnittene Lösungen mit hoher Aufenthaltsqualität, die zunehmend warm und nicht nur funktional sind.

Verkehrsflächen können durchaus auch Flächen sein, die ein Gebäude entschleunigen, indem man ihnen gleichzeitig noch eine Gestaltung zufügt und an denen der Besucher, der Bewohner oder der Gast partizipiert. Ich glaube, in dem Bereich passiert einiges. Ich kenne sehr viele, sehr positive Beispiele, wo sich die Innenarchitektur auf den User eingestellt hat. Wir starten beispielsweise ein Konzept immer mit einer Bedarfs analyse. Im Falle Ihres privaten Hauses schauen wir uns an, wie und mit wie vielen Menschen Sie wohnen. Wir müssen wissen, welche Eigenschaften, welche Persönlichkeit und welche Gewohnheiten Sie haben. Dasselbe gilt natürlich auch für den Projektbau im Bereich Hotellerie, Gastronomie oder Büro.
Oder auch für ein Krankenhaus.

 

Wir sprechen von den Bedürfnissen der Menschen. Wie haben sich diese im Bereich Innenarchitektur in den letzten Jahren verändert?

Es sind mehrere Entwicklungen, die Einfluss auf die Innenarchitektur nehmen. Ein großes Thema ist die Vereinsamung in der Gesellschaft. Mit Vereinsamung meine ich nicht, dass wir keinen familiären Bezug mehr zu unserer Generation davor haben. Ich bin bei meiner Großmutter großgeworden, sie wurde 1912 geboren, ich 1971. Da war Ärger vorprogrammiert, aber auch unendlich viel Lernen von einem Menschen, der schon sehr lange auf dieser Welt war.

Heute haben wir kaum noch Generationswohnen. Es gibt natürlich Wohnkomplexe, in denen man im Generationenhaus wohnt, aber das Gros der Massen wohnt allein. Single Haushalte steigen exorbitant. Das bedeutet, man hat zwar sein soziales Umfeld, aber es ist ein anderes soziales Umfeld. Für das Wohnen bedeutet es, dass ich mich einrichte, wie ich bin, ohne dass ich den Einfluss einer anderen Person berücksichtigen muss. Wenn ich viel Zeit allein verbringe, möchte ich es kuscheliger haben, als wenn ich mit anderen Menschen zusammenlebe. Das nächste Thema ist Angst. Ich habe zwei Söhne, einer ist acht und einer vierzehn. Meine Kinder gehören zu den Kindern, die Fernsehen schauen dürfen, allerdings überprüfe ich vorher alles und beobachte damit, was sie sich anschauen. Ein Tabu Thema sind jegliche Art von Informationssendungen über Konflikte in anderen
Ländern, über Kriege und Bürgerkriege, über den Klimawandel und andere Religionen. Überall gibt es so viel Aggressionsherde, die Angst schaffen. Diese Angst wird das Wohnen und das räumliche Umfeld verändern. Während in den 80er Jahren häufig eine eher kalte und maskuline Einrichtung vorherrschte, bevorzugt man heute ein leicht abgedimmtes Licht, ein kuscheliges Sofa und schöne warme Farben, um sich damit eine Art eigenen Realismus zu schaffen. Ich schalte den Fernseher aus, schaue in meine Welt und sehe, dass diese Welt nett und farbenfroh ist. Ein weiteres Thema ist das zunehmende Ego der Menschen und der in Teilen sogar schwindende Kollektivgedanke. Das schafft meiner Meinung nach auch Veränderung in der Innenarchitektur. Dieses „ich bin“, „ich kann“, „ich bin das Zentrum“, „ich bin das Wichtigste in meiner Welt“, „ich bin Work-Life-Balance“ verändert auch unser Umfeld in der architektonischen Art und schafft dadurch einen Pool an Kreativität. Das bedeutet, ich habe verschiedene Stile – ob das Shabby Chic oder die coole Avantgarde ist. Sie zusammen schaffen wiederum ein ganzes und bunter gewordenes Bild.

Ein weiteres, die Innenarchitektur beeinflussendes Thema ist die Globalisierung der Architektur. Durch die Digitalisierung haben alle Zugang zu denselben Informationen und Bildern. Wenn Sie bei Google beispielsweise „rotes Sofa“, eingeben, dann sehen Sie vermutlich überall auf der Welt dasselbe Sofa, ob Sie nun in New York, Tel Aviv oder in Lippstadt sitzen. Das schöne an unserem Beruf ist, dass wir Menschen mitbegleiten dürfen und sie an neue Dinge heranführen können. Ich denke an einen Privatkunden, dem ich vor vielen Jahren einen Küchenblock schmackhaft machte, an dem man zuschauen kann, wie der andere kocht. Was zunächst einiger Überzeugungsarbeit bedurfte, stößt heute auf Begeisterung, denn wir richten ihm derzeit sein zweites Ferienhaus mit einen Küchenblock ein.

 

Die Hotellerie ist besonders von der Krise betroffen. Wie schätzen Sie die Entwicklung dieser Bautypologie mittel- und langfristig ein? Wird es womöglich mehr kleinere Häuser statt der Großhotels geben?

Ich bin mir sicher, dass alle Konzepte in der Hotellerie oder in anderen durch uns gestalteten Bereiche, die mit Herz und Seele gemacht werden, auch weiterhin eine Berechtigung haben und existieren werden. Wichtig ist, dass es authentische Konzepte sind, die mit Leben gefüllt sind und den Gast in den Mittelpunkt stellen. Mittlerweile gibt es sehr viele, hochgradig individualisierte Hotelkonzepte, selbst in der Kettenhotellerie. Der Neubau wird voraussichtlich zukünftig ein wenig stärker beäugt werden, weil die Frage der Finanzierung aufkommt.

Ich glaube allerdings nicht, dass es einen Stopp in der Renovierung und Modernisierung von Bestandsgebäuden geben wird, hier wird es irgendwann wieder richtig an Fahrt zunehmen, da wir in diesem Bereich noch wirklich sehr viel Bedarf haben. Was die Größe der Hotels anbetrifft, müssen wir zwischen der touristischen und der Business Hotellerie unterscheiden. Ein Hotel muss immer einen wirtschaftlichen Background haben, man braucht einen bestimmten Umsatz und eine bestimmte Größe, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Von daher denke ich, werden wir nach wie vor kleine und große Hotels haben. Ich glaube allerdings, dass das Herzblut im Konzept ein wesentlicher Bestandteil sein wird. Als Gast möchte ich immer das Gefühl haben – sei es in einem kleineren oder großen Hotel –, dass sich jemand Gedanken darüber gemacht hat, wie ich die Tage oder die Woche Urlaub in diesem Haus verlebe.

Ein Hotel muss Spaß machen und bestmöglich neue Horizonte eröffnen. Ein zu beobachtender Trend ist: Während die Hotellerie jahrelang der Privateinrichtung hinterherlief, haben wir mittlerweile den Umkehrschluss. Heute ist es so, dass das Hotel im besten Falle eine Richtlinie darstellt und die Gäste auch zu Hause so leben möchten. Der Kunde wird lieblose, nicht detaillierte und nicht mit der Zeit gehende Hotels automatisch aussortieren und sie nicht mehr buchen. Selbst im unteren Segment der Hotellerie sind wir ja heute stylisch unterwegs. Ich vermute, dass der Wettbewerb noch härter wird, als er sowieso schon war. Darin liegen aber meiner Meinung nach sehr viel Möglichkeiten und Chancen.

Lesen Sie das vollständige Interview mit Olaf Kitzig auf der Seite des Architekturbarometer 30mal10 – Grohe Digital Talks.

 

Über Olaf Kitzig

Nach einer Ausbildung zum Maler und Lackierer sowie zum Schauwerbegestalter war Olaf Kitzig Trainee in einem internationalen Designunternehmen. Daran schloss er eine Ausbildung zum staatlich geprüften Einrichtungsfachberater an der Fachschule des Möbelhandels Köln an. Anschließend führte ihn sein Weg nach London, wo er als Trainee und im Bereich Teaching Interior Design tätig war. 1998 war er Interior Designer for golf clubs Atlanta, USA und gründete mit Kitzig Interior Design GmbH Lippstadt sein eigenes Unternehmen. Es folgten 2001 weitere Niederlassungen in Bochum und 2009 in München. 2017 gründete Olaf Kitzig die Kitzig Design Studios GmbH & Co. KG, Kitzig Details GmbH, Kitzig Identities GmbH. 2018 folgte eine weitere Niederlassung in Düsseldorf und ein weiteres Büro am Standort Lippstadt. (www.kitzig.com)

Alle Blog-Einträge von Grohe

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Linus Hofrichter (sander.hofrichter architekten)

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November 2020
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Mehr als 85 Jahre Bürogeschichte, über 220 Mitarbeiter und mehreren Standorten in Deutschland und der Schweiz: a|sh gehören zu den großen und traditionsreichen Architekturbüros in Deutschland. Mit unserer Erfahrung verfügen wir über das Wissen, um vielfältigste Projekte aus den Bereichen Krankenhaus- und Gesundheitsbauten, Bauten für Senioren und Menschen mit Einschränkungen, Bildungsbauten sowie Wohn- und Bürogebäude zu verwirklichen. Als Spezialisten für Bauten der sozialen Infrastruktur zeigen wir mit jedem neuen Projekt, dass sich Wirtschaftlichkeit und innovative, ästhetische Architektur nicht ausschließen. Jedes Projekt braucht spezielle Kenntnisse und Kompetenzen. Daher wird für jedes Vorhaben ein passendes, individuelles Team zusammengestellt. In unserem Interview spricht Linus Hofrichter unter anderem über aktuelle Krankenhausprojekte, das deutsche Gesundheitssystem und dessen Neueinschätzung sowie über innovative und zukunftsweisende Projekte im Bereich des Gesundheitswesen.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Christoph Röhr (RMA Management)

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Oktober 2020
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Die RMA Management ist ein unabhängiger Projektentwickler für gewerblich genutzte Immobilien mit jahrelanger Erfahrung. Spezialisten arbeiten projektbezogen und sorgen mit ihrem interdisziplinäres Know-How für eine perfekt Lösung verschiedener individuellen Aufgaben. Ihre Referenzen umfassen zahlreiche Hotels und Geschäftshäuser. In unserem Interview spricht Christoph Röhr unter anderem über die Entwicklung und die Rolle von Projektentwicklern seit der Krise, die Zukunft unterschiedlicher Bautypologien sowie über die Nachfrage und das Angebot auf dem aktuellen Immobilienmarkt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Johannes Ernst (Steidle Architekten)

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Oktober 2020
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Das Architekturbüro Steidle und Partner wurde 1969 von Otto Steidle (1943 – 2004) gegründet. Seit 2005 führen die ehemaligen leitenden Mitarbeiter Johann Spengler, Hans Kohl (1952 – 2007), Johannes Ernst und Martin Klein die Steidle Architekten Gesellschaft von Architekten und Stadtplanern mbH. Die Planungsschwerpunkte liegen bei Wohn- und Bürogebäuden, im Hochschul- und Institutsbau sowie bei städtebaulichen Rahmenplanungen. In unserem Interview spricht Johannes Ernst unter anderem über die Wohnungsnot in Deutschland, den Zukunft des Wohnungsbaus sowie darüber, was ein zeitgemäßer und zukunftsweisender Wohnungsgrundriss leisten muss.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Moritz Auer (Auer Weber)

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Oktober 2020
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Die Architektur von Auer Weber bezieht ihre jeweilige Ausprägung aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe selbst sowie den Bedingungen und Chancen des Ortes, an dem sie entsteht. Der Entwurfsprozess umfasst die Findung adäquater Gestaltungsmittel und die Einbeziehung aller an der Konzeption und Realisierung Beteiligten. Das Resultat sind architektonische Konzeptionen, die vom skulptural gefassten Volumen bis zu strukturellen offenen Landschaften reichen. Gemeinsamer Nenner des so Entstandenen ist die Offenheit und Eingängigkeit für Sinne und Verstand. Die Nachvollziehbarkeit des Entwurfes gibt Orientierung und ermöglicht unterschiedliche Wege der Aneignung und Interpretationen durch Nutzer und Betrachter. In unserem Interview spricht Moritz Auer unter anderem über aktuelle Bauvorhaben des Büros, wie den Münchner Hauptbahnhof und das Stadtmuseum, die Zukunft von Museen und des Kulturlebens sowie über die Veränderungen und die Chancen, die die Krise mit sich bringt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Peter Schäfer (Gensler Architekten)

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Oktober 2020
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Gensler ist ein globales Architektur- und Designbüro mit 50 Standorten in Asien, Europa, Australien, dem Nahen Osten und Amerika. Das 1965 gegründete Unternehmen betreut mehr als 3.500 aktive Kunden in nahezu allen Branchen. Das Team aus Architekten und Designern ist bestrebt die Orte, an denen Menschen leben und arbeiten inspirierender, nachhaltiger und bedeutungsvoller zu gestalten. In unserem Interview spricht Peter Schäfer unter anderem über die Veränderungen der Büro- und Arbeitswelten, das Büro der Zukunft und welche Rolle das Home Office auch in Zukunft einnehmen wird.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Barbara Schaeffer und Prof. Juan Pablo Molestina (Molestina Architekten)

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September 2020
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Das Tätigkeitfeld von Molestina Architekten bietet ein breites Spektrum von Kultur- und Gesundheitsbauten bis hin zu Gebäuden im Bereich Office und Wohnen bis hin zu städtebaulichen Rahmenplanungen. In unserem Interview sprechen Barbara Schaeffer und Prof. Juan Pablo Molestina unter anderem darüber, wie es möglich gemacht werden kann, die Vorteile des Lebens auf dem Land in die Stadt zu transportieren, über die aktuelle Wohnungssituation und den derzeitigen Wohnungsmarkt sowie über die Chancen, die die Krise mit sich bringt.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Markus Hammes (hammeskrause architekten)

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September 2020
Blogger Grohe

hammeskrause architekten entwerfen Gebäude unterschiedlicher Bautypologien. Diese reichen von Bauwerken im Bereich der Wissenschaft, Forschung und Industrie über öffentliche Bauten bis hin zu Gebäude für Pflege und Gesundheit. Dabei reicht ihr Tätigkeitsfeld von der Architektur und Innenarchitektur bis hin zur Landschaftsplanung und Generalplanerleistungen. Dabei prägen ein wertschätzendes Miteinander und der offene Dialog im Team die Zusammenarbeit von hammeskrause architekten. In unserem Interview spricht Markus Hammes unter anderem über die Bautypologie Forschung, seine besondere Expertise im Bereich der Forschung und Wissenschaft, aktuelle städtische Entwicklungen sowie welche Chancen sich durch die Krise eröffnet haben.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Jurek M. Slapa (SOP Architekten)

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September 2020
Blogger Grohe

slapa oberholz pszczulny | sop architekten entwickelt Bauwerke in den Bereichen Büro-, Gewerbe-, Hotel-, Industrie- und Wohnungsbau sowie Flughäfen, Sportstätten und Einrichtungen für Lehre und Forschung. Das international tätige Büro steht für eine klare, zeitlose Architektursprache. In unserem Interview spricht Jurek M. Slapa unter anderem über den Wertewandel in der Gesellschaft und die Auswirkungen auf die Architektur, die möglichen Veränderungen verschiedener Bautypologien und die Anforderungen an das Büro der Zukunft.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Gert Lorber (Lorber Paul Architekten)

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September 2020
Blogger Grohe

Das Büro Lorber Paul Architekten plant und realisiert vornehmlich Projekte im Bildungs-, Gewerbe- und Wohnungsbau sowie im städtebaulichen Bereich. Dabei prägen Bauaufgaben unterschiedlicher Größen für öffentliche und private Auftraggeber die Erfahrungen und Abläufe des Büros. 2020 erhielt das Büro den deutschen Bauherrenpreis für die Wohnbebauung in der Holsteinstraße in Köln. In unserem Interview spricht Gert Lorber über die Diskrepanz zwischen aktuellem Wohnungsmarkt und der sich verändernden Gesellschaft, über Umnutzung von Immobilien und sich vorhandene Trends in der Baubranche.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Michaela Hauser (ATP architekten ingenieure)

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August 2020
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Das Besondere an ATP architekten ingenieure ist die integrale, BIM-basierte Planungsweise in einer europaweit vernetzten Unternehmensstruktur. Am Standort München steht vor allem die Integrale Planung von Immobilien für den Industriebau und die Forschung sowie für die Bereiche Büro, Tourismus, Handel und Wohnen im Fokus. In unserem Interview spricht Michaela Hauser über Chancen der Baukultur, Sanierung und Revitalisierung von Leerständen sowie die Veränderungen in der Hotelbranche.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Matthias Pfeifer (RKW Architektur+)

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August 2020
Blogger Grohe

RKW Architektur+ rücken den Menschen in den Fokus, was sich nicht nur an den über 400 Architekten, Innenarchitekten, Bauingenieuren, Fachplanern und Controllern zeigt, die Generationen, Nationalitäten und Begabungen verbinden, sondern auch an ihren Projekten. Sie verstehen sich als innovative Gestalter und suchen nach neuen Antworten auf immer wiederkehrende Fragen. In unserem Interview spricht Matthias Pfeifer über die Auswirkungen und Chancen der Pandemie, über das Motto „Office is where you want“ und dem Wunsch nach gemischten Nutzungskonzepten.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Prof. Eckhard Gerber (Gerber Architekten)

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August 2020
Blogger Grohe

Mit über 50 Jahren Expertise verfügt Gerber Architekten über langjährige Erfahrung und Kompetenz bei allen Themen des Bauens – von Büro- und Hochhausbauten über Gebäuden für Wissenschaft und Lehre, Kunst und Kultur sowie Labor- und Forschungsbauten bis hin zu Wohnungs- und Verkehrsbauten. Prof. Eckhard Gerber blickt in unserem Interview auf die Auswirkung der Krise auf die verschiedenen Bautypologien wie Wohnen, Büros und Kulturbauten und betrachtet die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wertewandels auf die Architektur.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Magnus Nickl (Nickl & Partner Architekten)

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August 2020
Blogger Grohe

Als international tätiges Büro widmen sich Nickl & Partner Architekten der Planung und Durchführung von Bauten des Gesundheitswesens und der Forschung, aber auch dem sozialen Wohnungs- und Städtebau. Ihre Entwürfe sollen den Arbeits- und Lebensraum positiv stärken, wobei im Zentrum stets der Mensch steht. Magnus Nickl, der aktuell zwei Großprojekte in der Schweiz sowie das Büro in Indonesien betreut, blickt in unserem Interview auf die bisherigen Entwicklungen und mögliche Verfehlungen im Gesundheitswesen, gibt aber auch Antwort auf die Fragen wie die Corona-Pandemie den Gesundheitssektor und die Architektur verändern wird.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Ruprecht Melder (Chapman Taylor)

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Juli 2020
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Seit 25 Jahren ist Ruprecht Melder für das internationale Architekturbüro Chapman Taylor tätig und hat seither nicht nur zahlreiche Entwurfskonzepte für innerstädtische Entwicklungen und Architekturwettbewerbe erarbeitet, sondern auch den Prozess der heutigen Diversifizierung des Büros maßgebend vorangetrieben. Ob der Architekt durch die Krise die Chance hat, sein Berufsbild neu zu positionieren, wie er die Entwicklungen nach der Pandemie einschätzt und wie für ihn das Büro der Zukunft aussieht, darüber spricht Melder in unserem Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Stefan Behnisch (Behnisch Architekten)

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Juli 2020
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Stefan Behnisch gründete sein Büro 1989 und hat mittlerweile nicht nur weitere Standorte in Los Angeles, Boston und München, sondern kann vor allem auf zahlreiche wegweisende Projekte im Beriech des nachhaltigen Bauens in Europa und den USA zurückblicken. Er findet, dass der Wohnungsbau längst hätte neu gedacht werden müssen und die Krise eine Chance bietet, Architektur in vielen Bereichen neu zu betrachten. Im Interview spricht er darüber, wie es ihm und seinen Kollegen in den letzten Monaten erging und ob wir zukünftig Bautypologien überdenken oder das Berufsbild des Architekten neu positionieren müssen. Auch die Frage nach flexiblen Wohnungsgrundrissen, der Verdichtung der Stadt und Smartcity werden aufgegriffen.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Gerhard G. Feldmeyer (HPP Architekten)

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Juli 2020
Blogger Grohe

Gerhard G. Feldmeyer von HPP Architekten ist sich sicher: „Die Corona-Krise verleiht dem schon längst begonnenen Strukturwandel eine unvorstellbare Dynamik, die alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst […]. Als Architekten stehen wir mitten im Geschehen, da wir uns mit einer Vielzahl von gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Themen Tag für Tag auseinandersetzen. […] Die vieldiskutierte Flexibilisierung des Arbeitens hat jetzt in weniger als zwei Monaten den Sprung aus der Nische in die Wirklichkeit geschafft. Für uns als Architekten bedeutet das, dass wir uns mit neuen Konzepten für zukunftsfähige Arbeitswelten auseinandersetzen. Wir befinden uns in einer sehr spannenden Zeit und können Zukunft aktiv mitgestalten!“ Welche Chancen und Veränderungen Gerhard G. Feldmeyer genau in der aktuellen Situation sieht und wie sich die Bürowelt verändert, erzählt er im Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – Interview mit Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk (JOI-Design)

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Juli 2020
Blogger Grohe

Corinna Kretschmar-Joehnk und Peter Joehnk leiten gemeinsam das Büro JOI-Design in Hamburg, das als eines der führenden europäischen Innenarchitektur- und Designstudios durch eine mehr als 35-jährige Erfahrung im Hospitality Design sowie über 500 realisierte Hotelprojekte weltweit überzeugt. Wie sie die Auswirkungen der Pandemie und die sich daraus ergebenden Chancen sowie die Veränderungen in der Baukultur im Bereich der Hotellerie erleben – persönlich, aber vor allem auch beruflich – verraten sie im Interview.

Architekturbarometer 30mal10 – GROHE Digital Talks

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Juli 2020
Blogger Grohe

Die in 2020 ausgebrochene Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger längst angelaufener Trends. Welche Konsequenzen hat sie für die Bau- und Immobilienbranche und im Speziellen für die Architektenschaft? Im Architektur-Barometer 30mal10 – GROHE Digital Talks nehmen 30 Persönlichkeiten aus Architektur und Immobilienwirtschaft Stellung zu jeweils 10 Fragen. Im Zentrum der Interviews steht die Einschätzung der Auswirkungen der Pandemie auf unsere Baukultur, unsere Städte und konkret auf Bautypologien wie Wohnungs- und Bürobau, Hotellerie, Krankenhäuser und Pflegeheime, öffentliche Gebäude und Bildungsbauten. Lesen Sie in hier von Woche zu Woche, wie renommierte Architekten die Gegenwart und Zukunft unserer Baubranche einschätzen.