AIT 1/2.2026 – Verkauf und Präsentation: außergewöhnlich und publikumswirksam
Nein, in „Brotique“ hat sich kein Schreibfehler versteckt, es handelt sich tatsächlich um eine Stuttgarter Bäckerei, deren BetreiberInnen das Brot zu einem Produkt veredelt haben, das – völlig zu Recht – in einer Art Boutique angeboten wird, entworfen von Studio LAR und eines von sehr vielen Projekten zum Thema „Verkauf und Präsentation“. Produkte gekonnt in den Fokus der Ladengestaltung zu setzen, haben sich auch die Innen-/ArchitektInnen zum Ziel gesetzt, deren außergewöhnliche Läden, Märkte und Flagship Stores in Berlin, Würzburg, Port de Pollença, Amsterdam, Seoul, New York, Tokio und Peking entstanden sind. Publikumswirksame Installationen, Ausstellungen und Museen in Stralsund, Paris und Kairo vervollständigen unsere anspruchsvolle Projektauswahl. Bevor der Online-Handel die Selbstverständlichkeit von lokalem Handel erschütterte, schien das Rezept für eine florierende Verkaufsfläche ein simples zu sein: Lage, Lage, Lage. Nach einem probaten Mittel gegen die leerstehenden Kaufhaus- und Einzelhandelsflächen in Einkaufsmeilen wird immer noch gefahndet. Dr. Valerie Rehle und Sebastian Klawiter haben eine Idee und untersuchen in ihrem Beitrag „1a Lage“, wie Innenarchitektur die Transformation der Innenstadt gestalten kann. Vielleicht kann aber auch Inari helfen, die japanische Göttin des Handels. In seinem Essay „Die schwankende Gottheit“ empfiehlt Benjamin Reding den Bau eines Inari-Schreins – ein heißer Tipp von Architekturstudentin Laura aus Tokio! Und wer in Coburg Innenarchitektur studiert hat, wird bei den Tipps von Celina Nennstiel und Mark Phillips bestimmt von Wehmut erfasst und gleich ein entsprechendes Wochenende planen.