Ikonen bewohnen

Tre Cime (AIT 06 | 2019)

Tre Cime (AIT 06 | 2019)

1929 entstand im norditalienischen Sexten – auf 1.345 Metern Höhe und umringt von den Gipfeln der Dolomiten – das Hotel Drei Zinnen. Clemens Holzmeister, der Übervater der österreichischen Architektur des 20. Jahrhunderts, hatte den Auftrag durch seinen Bruder, den Gemeindearzt von Sexten, vermittelt bekommen. Der Architekturgeschichte gilt das Haus bis heute als Lehrstück für das Bauen der Moderne im alpinen Raum. Der Stuttgarter Architekt Michael Ragaller war nun zu Gast im Drei Zinnen. Hier erzählt er von seinem Besuch.
Tomas-Mann-Haus (AIT 03 | 2019)

Tomas-Mann-Haus (AIT 03 | 2019)

Mit Pauken und Trompeten wurde im vergangenen Sommer in Los Angeles das Thomas-Mann-Haus als Residenz der Bundesrepublik Deutschland für Intellektuelle eröffnet. Die Architekturhistorikerin Dr. Lilian Pfaff lebt seit 2007 in Los Angeles und arbeitet aktuell an einem Buch über den Architekten des Hauses Julius Ralph Davidson. Sie nimmt uns mit zurück in jene Zeit, als der deutsche Schriftsteller mit seiner Familie ins Exil in die USA geht und sich von Davidson ein Domizil im Stil der kalifornischen Moderne bauen lässt.
Can Lis – Das Haus (AIT 12 | 2018)

Can Lis - Das Haus (AIT 12 | 2018)

Eine Woche lang begleitete Uwe Bresan Studenten der Universität Stuttgart auf ihrem Sommerkurs „Über Architektur schreiben“. Die Kulisse dafür bildete Can Lis, das 1971 fertiggestellte Wohnhaus von Jørn Utzon auf Mallorca. Hierher zog sich der weltbekannte Architekt, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, enttäuscht zurück, als man ihm Ende der 1960er-Jahre den Auftrag für den Bau der Oper in Sydney nach Streitigkeiten über Kosten und Bau zeit entzog. Das Haus gilt als Utzons heimliches Meisterwerk.
Lunuganga (AIT 11 | 2018)

Lunuganga (AIT 11 | 2018)

Die Münchner Architekturjournalistin Katharina Matzig ist in Sri Lanka auf den Spuren Geoffrey Bawas gewandelt. Er gilt als der Erfinder des Tropical Modernism. Übernachtet hat Matzig in Bawas posthum fertiggestellten Hotelresort Anantara Kalutara. Und sie hat Tee getrunken in Lunuganga, dem ehemaligen Landsitz des Architekten. Seit Bawas Tod kann das Landhaus samt dem großen Garten besichtigt werden. Zudem verfügt die Anlage über sechs geräumige Gästezimmer und wird als Country-Hotel geführt.
Van de Velde (AIT 01/02 | 2018)

Van de Velde (AIT 01/02 | 2018)

Architektur-Ikonen hautnah erleben und selbst bewohnen – das ist nun im Schloss Lauterbach von Henry van de Velde möglich: Die im Hochparterre des Westflügels des Schlosses in Neukirchen jüngst fertiggestellte „Wohnung Gretl“ bedeutet de facto das Finale der mehr als 13-jährigen Renovierungsarbeiten. Zwischen 1907 und 1909 durch den belgischen Architekten prägend umgebaut, hat Claus Lämmle von Büroplasz in den vergangenen Jahren auch einer Ferienwohnung neues Leben im Sinne van de Veldes eingehaucht.
Ostseeheilbad (AIT 09 | 2018)

Ostseeheilbad (AIT 09 | 2018)

Am Südstrand auf Fehmarn steht eines der jüngsten Werke das dänischen Ausnahmearchitekten und Designers Arne Jacobsen. Der Bau des Ostseeheilbades jährt sich 2018 zum 50. Mal. Die Anlage ist umstritten. Dabei ist die Architektur von Jacobsen und Otto Weitling trotz Umbauten und Amputationen fein, detailliert und luftig. Als Gesamtkunstwerk ist es jedoch erheblich bedroht. Der Architekturjournalist Hendrik Bohle hat in einem der Hotelhochhäuser eingecheckt, um sich ein Bild der Ferienanlage zu machen.
Bauhaus Dessau (AIT 10 | 2018)

Bauhaus Dessau (AIT 10 | 2018)

Am 1. April 1919 wurde in Weimar das Staatliche Bauhaus gegründet. Unter Walter Gropius machte sich die Schule auf, dem 20. Jahrhundert ein neues Gesicht zu geben. Bis heute prägen die Arbeiten des Bauhauses unser Bild von der Moderne und unsere Vorstellung von Modernität. Bevor 2019 der 100. Geburtstag „der berühmtesten Kunstschule der Welt“ gefeiert wird, waren wir in Dessau. Hier bezog die Schule 1926 ihren weltberühmten Neubau. Für unsere Rubrik „Ikonen bewohnen“ haben wir eine Nacht im ehemaligen Ateliertrakt verbracht.
Lärchenhof (AIT 06 | 2018)

Lärchenhof (AIT 06 | 2018)

Als Lehrer an der Technischen Hochschule in Stuttgart gehörte Paul Schmitthenner (1884–1972) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Architektur. Daneben machten ihn vor allem seine Gartenstadtplanungen und seine zahlreichen Wohnhaus-Bauten im süddeutschen Raum bekannt. Für sich selbst entwarf Schmitthenner 1932 ein Ferienhaus in Tirol, das bis heute auf einer einsamen Bergwiese über der Stadt Imst thront. Uwe Bresan hat es in den vergangenen Jahren immer wieder besucht.