Newcomer-Profile

Schnoklake Betz Dömer, Münster

Wann haben Sie sich entschieden, Architektur zu studieren?
Klaus Dömer: Schon verhältnismäßig früh. Seit meiner Jugend habe ich die Ferien über im väterlichen Bauunternehmen gejobt. Damals hat es mich sehr fasziniert durch die Arbeit etwas Bleibendes zu schaffen, das Mensch und Umwelt prägt.

Was gab den Anstoß zur Bürogründung?
Wir haben alle an der Münster School of Architecture studiert. Keiner von uns wollte Münster danach mehr verlassen. Bernd und Dirk und haben nach Ihrem Studium engen Kontakt gehalten und haben dann 2010 die aufgrund einer Projektchance das Büro gegründet. Es kam glücklicherweise zum Projekt. Das war der Startschuss. Klaus kam später vorerst als Mitarbeiter in unser Büro. Nach zwischenzeitlich anderen Anstellungen und Projekten konnten wir ihn als Partner zu uns zurück lotzen. Er bringt vor allem das Thema des gemeinschaftlichen und bezahlbaren Wohnens ein.

Was bedeutet gute Architektur für Sie?
Architektur sollte Spaß machen – den Nutzern, den Bauherrn und gleichermaßen auch uns als Architekten. Wir mögen Architektur, die aufgeschlossen ist und zeitgemäße Antworten auf aktuelle Fragestellungen gibt.

Was war das erste Projekt, das Sie als Büro umgesetzt haben?
Eines Tages rief ein Freund mit dem Tipp an, sich bei einem Investorenwettbewerb für ein Ärztehaus im benachbarten Telgte zu bewerben. Sie haben dann einen Entwurf vorgeschlagen, der das Bahnhofsareal, auf dem das Ärztehaus zu entstehen sollte, städtebaulich neu sortiert, sodass auch der Bahnhof deutlich aufgewertet wurde und wieder in das stadträumliche Gefüge eingebunden ist.

Welches war das bisher bedeutungsvollste Projekt, das Sie mit Ihrem Büro realisiert haben?
Neben dem Initialprojekt, sicher das des Neubaus für den Apothekerverband Westfalen Lippe.

Warum war es für Sie so wichtig?
Der Bauherr beauftragte uns hier auf Empfehlung als noch junges Büro ohne eine vergleichbare Referenz. Diesen „Vertrauensvorschuss“ wünschten wir uns in der aktuellen Vergabelandschaft – in der Regel geht es hier immer darum, nur das bauen zu dürfen, was man schon gebaut hat. Diese Einstellung schützt die Großen und benachteiligt die Kleinen. In dieser Logik ist immer das nächste Projekt das bedeutungsvollste und gibt häufig auch die strategische Richtung vor. Um strategisch freier zu sein und diesen Marktmechanismus zu durchbrechen, bilden wir für die Verfahren und Projekte für die es notwendig ist Arbeitsgemeinschaften, um dort zusammen schlagkräftiger zu sein.

An welchem Ort entstehen Ihre besten Ideen?
Nicht auf der Toilette oder unter der Dusche. Wir stehen zu der Haltung das Ideen erarbeitet werden wollen – von alleine kommen sie in der Regel nicht.

Mehr Information über das Büro von Bernd Schnoklake, Dirk Betz und Klaus Dömer: https://sbda.info


SCHNOKLAKE BETZ DÖMER ARCHITEKTEN PartGmbB
Hafenstrasse 64, 48153 Münster

Bernd Schnoklake, Dirk Betz & Klaus Dömer

Gründungsjahr:  2010
https://sbda.info