Eine Frage an …

Architektur-Barometer 30 x 10 – GROHE Digital Talks

Die in 2020 ausgebrochene Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger längst angelaufener Trends. Welche Konsequenzen hat sie für die Bau- und Immobilienbranche und im Speziellen für die Architektenschaft?
Im Architektur-Barometer 30 x 10 – GROHE Digital Talks nehmen 30 Persönlichkeiten aus Architektur und Immobilienwirtschaft Stellung zu jeweils 10 Fragen. Im Zentrum der Interviews steht die Einschätzung der Auswirkungen der Pandemie auf unsere Baukultur, unsere Städte und konkret auf Bautypologien wie Wohnungs- und Bürobau, Hotellerie, Krankenhäuser und Pflegeheime, öffentliche Gebäude und Bildungsbauten. Lesen Sie in den ersten zur Veröffentlichung frei gegebenen Interviews, wie renommierte Architekten die Gegenwart und Zukunft unserer Baubranche einschätzen.
Als globale Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchensysteme ist GROHE eng mit der Architektur verbunden. Weltweit planen Architektinnen und Architekten mit GROHE Lösungen und schätzen die Kompetenz von GROHE in den Planungsprozessen.

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Stefan Behnisch (Behnisch Architekten, Stuttgart)

Zu den mittel- und langfristigen Konsequenzen, die womöglich durch die aktuelle Krise auf Behnisch Architekten zukommen:

„Wir sind ein Büro, das primär öffentliche Aufträge bearbeitet, die wir über Wettbewerbe erhalten. Nur im Ausnahmefall und eher selten arbeiten wir für Investoren. Wenn den Kommunen die Steuereinnahmen ausfallen, werden sicherlich einige nicht notwendige Projekte auf die lange Bank geschoben. Es gibt noch keine Anzeichen dafür, aber davon gehe ich aus. Bei den Bildungsbauten wird man mögliche weitere Pandemien verstärkt in die Betrachtung einbeziehen. Gesundheitsbauten, Krankenhäuser und Forschungslabore, also der medizinische Sektor, werden sicherlich vorangetrieben werden. Auch der Bau von Schulen und Hochschulen wird zweifellos weitergeführt, denn wir haben uns in Deutschland in den letzten Jahrzehnten nicht angemessen um diese Bauten gekümmert. Ich gehe davon aus, dass der Druck auf die Hochschulen steigen wird, denn viele, die jetzt in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit gekommen sind, werden die Zeit zur Fortbildung nutzen und beispielsweise einen Master machen.“

Das vollständige Interview mit Stefan Behnisch, der 1989 sein eigenes Büro in Stuttgart gründete, welches seit 2005 als Behnisch Architekten firmiert, finden Sie hier

www.behnisch.com

Gerhard G. Feldmeyer (HPP, Düsseldorf)

Zu einem Strukturwandel, der womöglich durch die Corona-Krise erst an Fahrt gewinnen wird:

„Die Corona-Krise verleiht dem schon längst begonnenen Strukturwandel eine unvorstellbare Dynamik, die alle gesellschaftlichen Bereiche erfasst und die Weltgemeinschaft vor die größte Herausforderung aller Zeiten stellt. Als Architekten stehen wir mitten im Geschehen, da wir uns mit einer Vielzahl von gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Themen Tag für Tag auseinandersetzen. Obwohl die Globalisierung aktuell in Frage gestellt wird, fühlen wir uns mit unserer internationalen Positionierung sehr gut aufgehoben. Wir profitieren von den unterschiedlichen Stärken unserer nationalen und internationalen Teams. Aktuell bearbeiten wir z.B. mit Hilfe von Cloud Computing und Videokonferenzen einen großen internationalen Wettbewerb durch einen Zusammenschluss der Teams in München, Istanbul und Shanghai. Die vieldiskutierte Flexibilisierung des Arbeitens hat jetzt in weniger als zwei Monaten den Sprung aus der Nische in die Wirklichkeit geschafft. Für uns als Architekten bedeutet das, dass wir uns mit neuen Konzepten für zukunftsfähige Arbeitswelten auseinandersetzen. Wir befinden uns in einer sehr spannenden Zeit und können Zukunft aktiv mitgestalten!“

Das vollständige Interview mit Gerhard G. Feldmeyer, der seit 2002 zur Gesamtleitung des Architekturbüros HPP gehört, finden Sie hier

www.hpp.com

Jurek M. Slapa (slapa oberholz pszczulny | sop architekten, Düsseldorf)

Über die Möglichkeit, die Pandemie auch als Chance für das eigene Büro bzw. die deutsche Architektenschaft insgesamt zu begreifen:

„Es bleibt zu hoffen, dass der Wertewandel in der Immobilienwirtschaft, der bereits vor der Krise mit dem Erstarken der Klimabewegung begonnen hatte, anhalten wird. Ressourcenschonendes Bauen, klimaneutrale oder klimapositive Gebäude werden eingefordert, das Ergebnis des Wettbewerbs für das Rathaus der Zukunft in Mönchengladbach ist hier ein gutes Beispiel. Stuttgart hat vor wenigen Tagen angekündigt, städtische Immobilien zukünftig nur noch klimaneutral oder positiv bauen oder sanieren zu lassen. Entsprechende Referenzen werden dann zum Wettbewerbsvorteil. Wenn das Konjunkturpaket und die milliardenschweren Investitionen der Bundesregierung und der EU richtig eingesetzt werden, kann das die Chance bieten, diesen Prozess weiter zu beschleunigen. Gerade im Gegensatz zu den USA oder Brasilien könnte Deutschland, im besseren Fall ganz Europa, hier eine wichtige Vorreiter- Rolle einnehmen.“

Das vollständige Interview mit Jurek M. Slapa, der seit 2010 gemeinsam mit Zbigniew Pszczulny und Helmut Oberholz das Büro slapa oberholz pszczulny | sop architekten leitet, finden Sie hier

www.sop-architekten.de

 

Über GROHE

GROHE ist eine führende globale Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen und beschäftigt insgesamt mehr als 6.000 Mitarbeiter – davon 2.400 in Deutschland. Seit 2014 ist GROHE Teil der LIXIL Group Corporation. Als Weltmarke setzt GROHE auf die Markenwerte Technologie, Qualität, Design und Nachhaltigkeit, um „Pure Freude an Wasser“ zu bieten. GROHE erschließt seit jeher auch neue Produktkategorien. Hierzu zählen neben den Wassersystemen GROHE Blue und Red auch das kürzlich vorgestellte Wassersicherheitssystem GROHE Sense als innovativer Baustein im Wachstumsmarkt des Smart Home. Innovation, Design und Entwicklung sind dabei stets eng aufeinander abgestimmt und als integrierter Prozess fest am Standort Deutschland verankert. Damit tragen GROHE Produkte das Qualitätssiegel „Made in Germany“. Allein in den letzten zehn Jahren bestätigen über 300 Design- und Innovationspreise sowie mehrere TOP-Platzierungen beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis den Erfolg von GROHE. GROHE wurde als Vorreiter seiner Branche mit dem Corporate Social Responsibility Preis der Bundesregierung ausgezeichnet sowie vom renommierten FORTUNE® Magazin in das Ranking der Top 50, die „die Welt verändern“ aufgenommen.

 

www.grohe.de