Vortragsabend // virtuell – mit Fala Atelier, Kawahara Krause & Studio Maks im Rahmen der Ausstellung „Dialoge Japan : Europa“

Ausstellung „Dialoge Japan : Europa“ im AIT-ArchitekturSalon Hamburg | © Jochen Stüber

Im Rahmen der Ausstellung „Dialoge Japan : Europa“ lud der AIT-ArchitekturSalon Hamburg am 26. November 2020 zum virtuellen Vortragsabend mit Lera Samovich, Fala Atelier (PT-Porto), Ellen Kristina Krause, Kawahara Krause (DE-Hamburg) und Marieke Kums, Studio Maks (NL-Rotterdam).

Im Fokus der Vorträge standen aktuelle Projekte sowie Bauwerke aus der japanischen Architektur, die den teilnehmenden Büros als Inspiration dienten. Alle drei Büros sind mit ihren Arbeiten Teil der Ausstellung „Dialoge Japan : Europa“, die in einem Rundgang zu Beginn des Abend von den Moderatoren Kristina Bacht (AIT_ArchitekturSalon) und Nils Rostek (ISLETS/Kollektiv A) präsentiert wurde. Inwiefern sie von der japanischen Architektur geprägt sind, wie sich dieser Einfluss in ihrem Schaffen widerspiegelt und mit welchen Mitteln architektonische Gestaltungsprinzipien aus der japanischen in die europäische Kultur überführt werden können erläuterten die Architektinnen anschließend in ihren Vorträgen. Eine vertiefende und angeregte Diskussion über ästhetische Vorbilder und Einflüsse aus Literatur und Kunst entspann sich im abschließenden Gespräch mit Co-Kurator Nils Rostek.

Über die ReferentInnen

Fala Atelier (PT-Porto)
Das Architekturbüro Fala Atelier wurde 2013 von Filipe Magalhäes und Ana Luisa Soores in Porto gegründet. Ahmed Belkhodja kam wenig später als dritter Partner hinzu. Hedonistisch und zurück­haltend zugleich, nimmt Fala Atelier in ihren Entwürfen Leichtigkeit und Freude sehr ernst. (www.falaatelier.com)

Filipe Magalhäes (* 1987) studierte Architektur an der Architektur­fakultät in Porto, an der er 2011 sein Diplom erwarb. Während seines Studiums absolvierte er einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Ljubljana. Anschließend arbeitete er bei Harry Gugger in Basel und Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / Sanaa in Tokio.

Ana Luisa Soores (* 1988) studierte Architektur an der Architektur­fakultät in Porto, an der sie 2014 ihr Diplom erwarb. Während ihres Studiums absolvierte sie einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Tokio und arbeitete bei Harry Gugger in Basel und Toyo lto in Tokio.

Ahmed Belkhodja (* 1 990) studierte Architektur an der ETH Zürich sowie in Lausanne, Göteborg und Singapur. Er schloss sein Studium mit einem Diplom 2013 erfolgreich ab. Bevor er 2013 zu Fala Atelier kam arbeitete er bei Harry Gugger in Basel und Atelier Bow-Wow in Tokio.


Kawahara Krause (DE-Hamburg)
Kawahara Krause Architects ist ein deutsch-japanisches Architekturbüro mit Sitz in Hamburg, das von 2009 von Kawahara Tatsuya und Ellen Kristina Krause gegründet wurde. Internationale Erfahrungen sind ihre Motivation für einen offenen und unvoreingenommenen Entwurf, der auf einer grundsätzlichen Hinter­fragung des Gegebenen basiert, wie beispielsweise in Bezug auf Ort, Raum, Wahrnehmung, Funktion, Typologie, Konstruktion und Material. Das Weiterschreiben und die Interpretation der dem Projekt innewohnenden Geschichte führen dabei zu konzeptuellen und projektorientierten Bauten. 1 hr Architekturverständnis basiert auf einem kontinuierlichen Ent­wurfsprozess sowie akademischer Forschung und Lehre. (www.kawahara-krause.com)

Kawahara Tatsuya studierte Architektur an der University of Kyoto. Bereits während seiner Studienzeit konnte er bei Tadao Ando und später bei Shin Takamatsu wertvolle Entwurfs- und Arbeitserfahrung sammeln. Nach seinem Masterabschluss war er Projektarchitekt bei Shigeru Ban Architects in Tokio. Seit 2010 lehrt Kawahara in Hamburg und Hannover.

Ellen Kristina Krause studierte Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, der Ecole d’architecture Paris-Malaquais und der ETH Zürich. an der sie ihr Studium erfolgreich abschloss. Anschließend arbeitete sie bei Shigeru Ban Architects und Fumihiko Maki and Associates in Tokio. Von 2009 bis 2015 lehrte Krause in Hannover und Hamburg.


Studio Maks (NL-Rotterdam)
Studio Maks wurde von Marieke Kums gegründet. Das Büro schafft intuitive Raumgestaltungen in unterschiedlichen Größenordnungen: von der Gartengestaltung über den sozialen Wohnungsbau bis hin zu Möbeln. Das Studio strebt eine fließende, programmfreie Architektur an, die alle Arten von Aktivitäten im Laufe der Zeit ermöglicht. Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Technologie neu und befreit die Architektur von eukli-dischen Geometrien und vorgefassten Realitäten. Das Studio wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt wurde die Arbeit von Studio Maks für den Internationalen Preis der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur – Mies-van-der-Rohe-Award – nominiert. (www.studiomaks.nl)

Marieke Kums studierte am Massachusetts Institute of Technology und an der TU Delft, wo sie ihr Studium erfolgreich abschloss. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre bei Kazuyo Sejima + Ryue Nishizawa / Sanaa in Tokio. Marieke Kums verbindet professionelle, akademische und redaktionelle Tätigkeiten. Sie hat Vorlesungen unter anderem an der Columbia University, der TU Delft und der TU München gehalten. Seit 2016 ist sie Direktorin der Stiftung Architektur Monogramm, einer redaktionellen Non-Profit-Organisation, die jungen Büros die Veröffentlichung einer ersten Monografie ermöglicht.