„Swim City“ – Ausstellung im AIT-ArchitekturSalon Hamburg

Flussschwimmen © Lucia de Mosteyrin Muñoz

 

 

Ausstellung „Swim City“ im AIT-ArchitekturSalon Hamburg

Vernissage: 30. Januar 2020 | 19:30 Uhr. Gäste: Paul Steinbrück, POOL IS COOL, BE-Brüssel und Andreas Ruby, S AM
Ausstellung: 31. Januar bis 24. April 2020

Die ursprünglich vom S AM in Basel konzipierte Ausstellung, die am 30. Januar 2020 mit einer Vernissage im AIT-ArchitekturSalon Hamburg eröffnet wird, lenkt erstmals den Blick auf ein zeitgenössisches Phänomen im urbanen Raum: das Flussschwimmen. Schweizer Städte haben hier eine Vorreiterrolle übernommen, indem sie den Fluss als öffentlichen Raum in der gebauten Umwelt erschlossen haben. „Swim City“ verdeutlicht bis Ende April 2020 mit einer raumgreifenden Installation die Perspektive des innerstädtischen Schwim­mers in Basel, Bern, Genf und Zürich. Komplettiert wird die Ausstellung durch weitere internationale Flussbadprojekte, die sich am Schweizer Beispiel orientieren und den Fluss für die Stadt zurückerobern.

Im Fokus der Ausstellung „Swim City“ steht die Bedeutung des öffentlichen Raums: der Fluss als frei zugänglicher Vergnügungsort für alle. Das Erlebnis Flussschwimmen wird in der Schau greifbar gemacht und die historische Entwicklung in den verschiedenen Städten beleuchtet. Darüber hinaus wird dessen heutige Ausprägung, aber auch seine Relevanz für die Schaffung lebenswerter Städte verdeutlicht. Das Flussschwimmen ist heute in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit. Dass die städtischen Flüsse so genutzt werden können, lässt sich aber auf bewusste politische (z.B. das schweizweite Phosphatverbot in Reinigungsmitteln, das die Wasserqualität signifikant verbesserte) und gestalterische Interventionen (z.B. der Bau von Treppen für den Ein- und Ausstieg in den respektive aus dem Fluss) zurückführen.

Die urbane Badekultur in den Schweizer Städten Basel, Bern, Zürich und Genf steht im Zentrum der Ausstellung. Beleuchtet werden die lokalen Besonderheiten und die jeweiligen historischen Entwicklungen. Die Schau präsentiert ergänzend internationale Flussbadprojekte, die sich am Schweizer Beispiel orientieren, und zeigt auf, wie diese Städte bei der Erschließung ihrer Wasserwege als Schwimm- und Erholungsräume für alle vorgehen. Ausgestellt werden europäische Projekte in Berlin (Flussbad Berlin), Brüssel (POOL IS COOL), London (Thames Baths) und Paris (Ilot Vert) sowie Unternehmungen in den USA in Boston (Charles River Swimming Initiative) und New York (+POOL).

Den Perspektivwechsel beim Flussbaden – nicht das Wasser zieht, wie gewohnt, an einem vorbei, sondern die Stadt – wird in einer großformatigen Filminstallation des Zürcher Regisseur Jürg Egli (von 2018) erlebbar gemacht. Dieser zeichnet den Blick des Schwimmers auf die vier Schweizer Städte Basel, Bern, Zürich und Genf nach.

 

Publikation
S AM – Andreas Ruby, Yuma Shinohara (HG. / ED.): Swim City.
Christoph Merian Verlag, ISBN 978-3-85616-889-6, Deutsch / Englisch, 224 S., EUR 38,-

 

Swim City ist eine Leihgabe des S AM Schweizerisches Architekturmuseum und wurde kuratiert von Barbara Buser, Andreas Ruby und Yuma Shinohara.

Der Ausstellungsteil mit den internationalen Projekten entstand in Zusammenarbeit mit der Future Architecture Platform, einem Verbund europäischer Architekturinstitutionen, der innovative Positio­nen in Architektur und Städtebau fördert.

In Partnerschaft mit

 

 

Kontakt

AIT-ArchitekturSalon Hamburg
Bei den Mühren 70
20457 Hamburg