Interfaces – Konzept Raum Prozess

Livestream mit Keynotes von Kim Herforth Nielsen (3XN, DK-Kopenhagen) und Martin Pauli (Arup, DE-Berlin)

Donnerstag, 18. November 2021 | 18:00 bis 19:30 Uhr

Gesellschaft braucht „Interfaces“ – Schnittstellen und Oberflächen, an denen Kommunikation und Interaktion stattfinden kann. Architektur muss darauf reagieren und diese Schnittstellen vor dem Hintergrund der Herausforderungen unserer Zeit, wie dem Klimawandel und der Digitalisierung, konzeptionell und räumlich neu denken und in den digitalen und analogen Planungsprozess vom Konzept bis zum Detail integrieren.

„Schnittstellen (Interfaces) dienen der Kommunikation zweier Systeme. Sie sind als verbindende Elemente und nicht als Grenzen zu verstehen.“ Andreas Baum, Baum Kappler, Nürnberg

Auf den Raum übertragen beschreibt „Interface“ einen Ort, an dem man „interface-n“, ihn im virtuellen und physischen Sinn als Schnittstelle aktiv bespielen kann. Dies betrifft die Funktionen und Nutzungen von Gebäuden in der Stadt und auf dem Land, aber auch (digitale) Planungsprozesse unterschiedlicher Fachplaner*innen sowie die Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden.

„Interface – die Schnittstelle zwischen Stadt und Haus ist die Fassade. Im besten Fall „lebt“ sie, ist beweglich, flexibel und interaktiv. Und zwar durch die Menschen, deren Leben diese Schnittstelle einbindet.“ Niels Vagt, KPW Papay Warncke und Partner Architekten, Hamburg

Im städtischen Raum ist „Interface“ auch als Filter zwischen Außen und Innen zu verstehen: Die Gebäudehülle verbindet bzw. trennt das Öffentliche und das Private, den exponierten Raum und den Rückzugsort. Innerhalb des Gebäudes, insbesondere im Rahmen der Verdichtung urbaner hybrider Gebäudekomplexe, gewinnen die Übergänge von Räumen unterschiedlicher Maßstäbe, verschiedener Nutzungen und diverser Identitäten immer mehr an Bedeutung. Sie laden zum Aufenthalt ein oder sind auf der anderen Seite Transiträume mit klaren Grenzen oder weichen Übergängen.

Im Rahmen des Livestreams „Interfaces – Raum Konzept Prozess“ werden die verschiedenen Dimensionen von Schnittstellen im virtuellen und analogen Raum in Impulsvorträgen präsentiert und mit renommierten Architekt*innen sowie Experten von dormakaba diskutiert.

Keynotes von Kim Herforth Nielsen (3XN, DK-Kopenhagen) und Martin Pauli (Arup, DE-Berlin)

Podiumsgäste live u.a.: a+r, Auer Weber, BAID, baum-kappler architekten, Baumschlager Eberle, Bauwerk, bogevischs buero, Eike Becker Architekten, HPP Architekten, Jones Lang LaSalle, kadawittfeldarchitektur, KPW, LAVA, MEKADO, O+O Baukunst, Perackis, schmidtploecker planungsgesellschaft, Schmucker und Partner, Staab Architekten

Die Anerkennung der Veranstaltung als Fortbildung durch die Architektenkammern ist geplant.


Das Thema

 

„INTERFACES:
– In der Architektur – Übergang Öffentlich – Privat
– Im Städtebau – Die Fassade Stadtraum / Hülle
– An der Gebäudehülle – Schnittstelle Innen / Außen
– In der Haustechnik – Smart home“
Michael Holzäpfel, bogevischs buero, München

Gesellschaft braucht „Interfaces“ – Schnittstellen und Oberflächen, an denen Kommunikation und Interaktion stattfinden kann. Architektur muss darauf reagieren und diese Schnittstellen vor dem Hintergrund der Herausforderungen unserer Zeit, wie dem Klimawandel und der Digitalisierung, konzeptionell und räumlich neu denken und in den digitalen und analogen Planungsprozess vom Konzept bis zum Detail integrieren.

Auf den Raum übertragen beschreibt „Interface“ einen Ort, an dem man „interface-n“ kann, ihn im virtuellen und physischen Sinn als Schnittstelle aktiv bespielen kann. Dies betrifft die Funktionen und Nutzungen von Gebäuden in der Stadt und auf dem Land, aber auch (digitale) Planungsprozesse unterschiedlicher Fachplaner*innen sowie die Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden.

Im städtischen Raum ist „Interface“ auch als Filter zwischen Außen und Innen zu verstehen: Die Gebäudehülle verbindet bzw. trennt das Öffentliche und das Private, den exponierten Raum und den Rückzugsort. Innerhalb des Gebäudes, insbesondere im Rahmen der Verdichtung urbaner hybrider Gebäudekomplexe, gewinnen die Übergänge von Räumen unterschiedlicher Maßstäbe, verschiedener Nutzungen und diverser Identitäten immer mehr an Bedeutung. Sie laden zum Aufenthalt ein oder sind auf der anderen Seite Transiträume mit klaren Grenzen oder weichen Übergängen.

Der Begriff „Interface“ stammt ursprünglich aus der Naturwissenschaft und bezeichnet dort die physikalische oder chemische Grenzfläche zweier Zustände eines Mediums. Der Begriff findet ab den 1950er Jahren Verwendung in der Computertechnik, wo er die Übergabestelle zwischen System und Umwelt beschreibt. Hierbei handelt es sich primär um die Mensch-Maschine-Schnittstelle, die Ein- und Ausgabeinstrumente und die Bedienelemente in der Interaktion mit einem Computer. „Interface“ ist also auf ganz unterschiedlichen Ebenen Teil eines Systems, das der Kommunikation dient. Auch Medien werden als Interface, also als medialer Zugangspunkt zum Raum verstanden.

„Interface“ ist aber nicht nur Oberfläche, sondern hat insbesondere auch eine räumliche Dimension, die die Voraussetzung für eine soziale Interaktion darstellt. Der Begriff der Schnittstelle impliziert hier einen Ortsbezug. Sie verbindet aber nicht zwei vorher getrennt bestehende Sphären, sondern erzeugt erst den betreffenden Raum, der ohne sie nicht existieren würde. Architektonisch ist ein Interface auch selbst (Zwischen-)Raum – also „Raum als Interface“. Das Gebäude an sich kann so auch als „Interface“ zwischen Mensch und Raum verstanden werden.

„Interface in der Architektur – die Schnittstelle/ Grenzfläche / Verbindungsfläche / Kommunikation – die Wirkung und Auswirkung auf und die Interaktion mit der Umgebung. Die Möglichkeit bereits durch kleine Eingriffe einen vorhandenen Ort positiv zu beeinflussen, ihn sichtbar, erleb- und erfahrbar zu machen, den nutzenden Menschen visuell und funktional motivieren. Aber auch negativ die Gefahr einen Raum durch Willkür und Einseitigkeit nutz- oder anspruchslos, sogar gesundheitsschädigend zu machen.“ Sarah Perackis, Perackis Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Die aktuelle Zeit erfordert eine neue Formulierung von Übergängen und macht auch Trennendes an Stellen notwendig, an denen es bisher niemand vermutet hätte. Gleichzeitig sollen Barrieren dort abgebaut werden, wo sie unnötige Gefahren darstellen. Physische Grenzen werden gebraucht oder werden obsolet, so wie es der Wandel der Zeit verlangt. Die Pandemie schafft Schnittstellen, Oberflächen und Möglichkeiten, die es vorher so nicht gab. Sie hat uns nachdenklich gemacht, was das Trennende aber auch das Verbindende in unserem gesellschaftlichen und architektonisch-baulichen Alltag ist. Unterschiede treten hervor, die bislang nicht so wichtig erschienen, uns jetzt aber fragen lassen, wo das Verbindende – die Nahtstelle – stattfinden soll: von der physischen Umwelt beginnend bis hin zur digitalen Interaktion; genauso im Privaten, wie in der Arbeitswelt und im öffentlichen Leben. Diese Zeit macht uns deutlich, wo es Verschiebungen geben kann (oder diese sogar von Vorteil sind), aber auch wo die Grenzen liegen.

Ob virtuell oder analog, die Berührungsqualität und Gestaltung der verschiedenen Ebenen, Übergänge und Grenzen ist entscheidend für das Gelingen für Kommunikation und Raum. Die Qualität und Wirkung eines Raumes erschließt sich insbesondere über die intuitive Akzeptanz der Nutzer. dormakaba bedient in der Architektur alle Schnittstellen und ist Experte für Zutrittskontrollen und Übergänge. Mit dem EntriWorX Ecoysystem wird eine neue smarte (Tür-)Lösung angeboten, die alle Schritte der Planung, der Installation und des Betriebs von Zugangslösungen verbindet und vereinfacht. Mit dem EntriWorX EcoSystem wird die Komplexität entlang der Planung und Ausführung von Gebäuden reduziert.

Im Rahmen des Livestreams „Interfaces – Raum Konzept Prozess“ werden die verschiedenen Dimensionen von Schnittstellen im virtuellen und analogen Raum in Impulsvorträgen präsentiert und mit renommierten Architekt*innen sowie Experten von dormakaba diskutiert.


Das Programm

 

Livestream Interfaces – Konzept Raum Prozess

18:00 Uhr Begrüßung
Kristina Bacht, AIT-Dialog und Alwin Berninger, dormakaba
18:05 Uhr Einführung
Dialog Interface analog – digital
Dialog Interface Architektur – Produkt
18:15 Uhr Vortrag Kim Herforth Nielsen (3XN, DK-Kopenhagen)
18:45 Uhr Vortrag Martin Pauli (Arup, DE-Berlin)
19:15 Uhr Dialog mit den Referenten und Gästen
wie baum-kappler architekten, bogevischs buero,
O&O Baukunst und KPW Architekten
19:30 Uhr Ende Vorträge & Dialog, Verabschiedung

In Kooperation mit:

 

Die Referenten