Stipendiatin Naomi Rossignol

In Partnerschaft mit der Sto-Stiftung

Das Interior Scholarship, das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung, wurde in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Die sechs Jurymitglieder kürten Naomi Rossignol aus Den Haag in den Niederlanden zu einer der drei Stipendiaten. Ihr Lebenslauf liest sich wie der einer Kosmopolitin. Ihre Kindheit hat sie zu einem großen Teil auf einem Schiff verbracht, in Hongkong, Patagonien, Amazonien und Thailand hat sie bereits gelebt. In Frankreich hat sie einen Abschluss in Choreographie erworben – was ihr Gespür für Raum und Bewegung gestärkt hat. Für sie war es eine Herzenssache, sich für die Gestaltung von Räumen zu entscheiden. Seit 2015 studiert sie an der Royal Academy of Arts in Den Haag Interior Architecture.

Voller Begeisterung für die Dynamik des Landes hat sie vielfältige inspirierende Orte und Themen entdeckt, mit denen es sich zu arbeiten lohnt: zum Beispiel im Projekt „A Grid for Movement“, das eine Interpretation des landschaftlichen Phänomens der Lichtung beinhaltet. In ihrem Entwurf wird das historische Gefängnis Biljmer Bajes in Amsterdam in eine Flüchtlingsunterkunft verwandelt. Das Stipendium kommt für sie genau im richtigen Moment, plant sie doch, ein Praxissemester in Amsterdam zu verbringen, das sie auch der Arbeit an der Beziehung zwischen Außen- und Innenraum widmen möchte.

In ihrer Arbeit „Body Expression for a Landform“ entwickelte Naomi Rossignol aus den Umrissen ihres Körpers eine Textur. „A Grid for Movement“, die Verwandlung einer Haftanstalt in eine Flüchtlingsunterkunft, ist ihre Interpretation der Stegreifaufgabe.