Ausgabe 7/8.2021



WOHNEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

beinahe hätten wir vergessen, wie es geht: Flüge buchen, Hotelzimmer reservieren, Koffer packen – all das hat in den letzten Monaten nicht mehr stattgefunden. Urlaub und Dienstreisen tauchten im Kalender nicht mehr auf – bis die Biennale Architettura im Mai die Presse zu den Previewtagen nach Venedig rief (siehe Bild links). Bereits zweimal war die 17. Architektur Biennale aufgrund der Coronapandemie verschoben worden. Nun ist die vom Architekten
Hashim Sarkis kuratierte Ausstellung bis Sonntag, 21. November, geöffnet.

Unter dem Motto „How will we live together?“ werden 114 Beiträge aus 46 Ländern in den Giardini und im Arsenale gezeigt. Zahlreiche Impressionen gibt es bereits im AIT-Editors Blog auf Facebook, und einen kleinen Ausschnitt präsentieren wir gleich zu Beginn unseres Forums auf Seite 10 und 11. Sie werden sehen: Ein Abstecher nach Venedig lohnt sich auf jeden Fall!

Und gelohnt hat sich auch das Warten auf den neuen Berliner Hauptstadt-Flughafen BER, der – kaum Ende Oktober 2020 in bescheidenem Rahmen eröffnet – wegen des zweiten Lockdowns schon wieder in einen Dornröschenschlaf gezwungen wurde. Als ich Anfang Juni zur Podiumsdiskussion „Woman in architecture journalism“ (S. 14) angereist und in Berlin-Schönefeld gelandet bin, konnte ich mich überzeugen, dass er jetzt nicht nur fertig und funktionstauglich, sondern auch richtig gut geworden ist. Gerkan Marg und Partner ist ein elegantes, zeitloses Interieur gelungen, mit abwechslungsreicher Gastronomie und attraktiven Shoppingmalls.

Für den Fall, dass auch Sie demnächst Ihrem Fernweh nachgeben wollen, können wir helfen. In dem Beitrag „Ein Wochenende in …“ (S. 30) führt die studierte Architektin und Taschendesignerin Esther Tsatsas durch ihre Heimatstadt Frankfurt, und in der Serie „Drei …“ (S. 34) zeigen wir Ferienhäuser in Mexiko, an der dänischen Küste und in Bad Hindelang.

Den Großteil unserer AIT-Ausgabe zum Thema Wohnen nehmen natürlich Wohnprojekte (ab S. 68) ein, die wir ausgewählt haben, weil sie erfrischend anders und unkonventionell sind – perfekt maßgeschneidert auf ihre ebensolchen Bewohner. Echte Raumwunder sind die winzigen Apartments in Stuttgart, Mantua, London und Singapur. Die Wohnungen in Hamburg, Girona, Murcia, Madrid und Prag brillieren durch ungewöhnliche Ausstattungen und Grundrisslösungen, und auch die Wohnhäuser in Basel und Vaduz bedienen keinerlei Einfamilienhaus-Klischee.

Wir wünschen Ihnen einen schönen, unbeschwerten Sommer – unterwegs und zu Hause!

Mit besten Grüßen
Petra Stephan, Dipl.-Ing.
Chefredakteurin
Architektin


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