Finissage “Lebensort Schule – Architektur trifft Pädagogik”
- Ausstellung “Lebensort Schule – Architektur trifft Pädagogik” (Foto: Jochen Stüber)
Finissage: Donnerstag, 28. Mai 2026 um 18 Uhr
Ausstellungslaufzeit vom 20. März bis 29. Mai 2026
Zum Abschluss der Ausstellung „Lebensort Schule – Architektur trifft Pädagogik“ laden wir herzlich zur Finissage mit der Filmvorführung „Peter Fratton – Der Lernvirus vom Bodensee“ am 28. Mai 2026 um 18 Uhr ein. Der Film widmet sich innovativen Schulkonzepten und stellt die Frage, wie Lernen heute und in Zukunft gestaltet werden kann.
Im Zentrum steht ein Bildungsverständnis, das sich bewusst vom klassischen Unterricht löst. Der „Lernvirus“ steht für eine ansteckende Idee von Schule als Lebensraum: ein Ort, an dem Zeit, Beziehung und Eigenverantwortung im Mittelpunkt stehen. Exemplarisch zeigt der Film die vielfach beachtete Alemannenschule in Wutöschingen, die mit ihrem Ansatz nicht nur pädagogisch neue Wege geht, sondern auch messbar erfolgreich ist.
Was passiert, wenn Unterricht zurücktritt und Lernen neu gedacht wird? Welche Rolle spielen Räume, Menschen und Haltungen in diesem Prozess? Der Film öffnet den Blick für Schulen, die sich als Orte verstehen, an denen sich Gesellschaft formt – und stellt damit Fragen, die weit über das Bildungssystem hinausreichen.
Ausstellungsthema
Gebäude haben meist eine eindeutige funktionale Zuschreibung, die sich in der Gestaltung niederschlägt – ein Wohnhaus bietet privaten Raum für das tägliche Leben, ein Bürogebäude ermöglicht produktive Abläufe zwischen vielen Personen und repräsentative Bauten dienen der Politik, Verwaltung oder Kultur. Doch wie sieht eigentlich ein gutes Haus zum Lernen aus?
Die Ausstellung „Lebensort Schule“ bringt herausragende, internationale Schulbauprojekte in den ArchitekturSalon Hamburg. Es werden vorbildhafte Projekte aus Skandinavien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz präsentiert, die pädagogisches und architektonisches Konzept in besonderem Maße miteinander verknüpfen. Entgegen der bekannten Typologie mit einzelnen, entlang eines Flurs aufgereihten Klassenzimmern, zeigt die Ausstellung räumlich innovative Projekte in enger Verbindung mit einer zukunftsorientierten Pädagogik. Dabei wird insbesondere der Einfluss des räumlichen Rahmens auf die Lernsituationen diskutiert. Wie schafft Architektur inspirierende Umgebungen und Atmosphären, die die Gemeinschaft fördern und die Aufnahme und Verarbeitung von Informationen positiv unterstützen?
Wodurch zeichnen sich zeitgemäße Bildungsmodelle aus und welche Qualität an Raum, Ausstattung und Gestaltung wird dafür benötigt? Welche Experimente wagen Pädagog*innen und Architekt*innen auf dem Weg zum selbstorganisierten Lernen? Die Ausstellung präsentiert Neubau- wie auch Umbauprojekte, die einen Beitrag zur Diskussion leisten. Entsprechend der unterschiedlichen Präferenzen und Anforderungen an das Lernen zeugen die Projekte von großer Vielfalt: offene Lernlandschaften, Clustermodelle mit gemeinsamer Lernmitte, Räume für Gemeinschaft ebenso wie Rückzug. Schulen ohne Klassenzimmer!
Kuratorenteam
Kirstin Bartels (Architektin und Schulbauberaterin, Hamburg)
Susanne Hofmann & Marlen Böhme (Baupiloten BDA, Berlin/Aachen/Innsbruck)
Dirk Landwehr (Trapez Architektur, Hamburg)
Julian Weyer (C.F. Møller Architects, Aarhus/Kopenhagen)
Kristina Bacht (ArchitekturSalon Hamburg)
Reinhard Kahl begann seine berufliche Laufbahn beim NDR, bevor er das „Archiv der Zukunft“ gründete. In diesem Kontext entstanden zahlreiche Filmproduktionen für das Fernsehen sowie für die Bertelsmann Stiftung, in denen er sich intensiv mit Fragen von Bildung und gesellschaftlicher Entwicklung auseinandersetzte.
Als Reaktion auf seine Filme – insbesondere auf die vielbeachteten „Treibhäuser der Zukunft“ – initiierte er das „Netzwerk Archiv der Zukunft“. Dieses entwickelte sich zu einer Plattform für den Austausch über Bildungsfragen und organisierte große Kongresse, unter anderem im Festspielhaus Bregenz sowie in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen, der Körber-Stiftung und der Autostadt Wolfsburg.
Nach der Auflösung des Netzwerks konzentrierte er sich wieder verstärkt auf das Schreiben und Filmemachen. Für seine Arbeiten wurde er im Laufe der Jahre vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wang-, Grimme-, Civil- und Civil-Jugendjury-Preis sowie dem Vision Award und dem Human Award.
Die Ausstellung wird durch unsere Salonpartner Fabromont und Forster unterstützt.
Anmeldung zur Finissage
Bitte füllen Sie für jede*n Interessent*in ein separates Formular aus.



