MontagsSalon curated by LNCL

MontagsSalon curated by LNCL
PREOCCUPATIONS

Wir freuen uns, Sie zum MontagsSalon curated by LNCL am 20. Juli 2026 um 19 Uhr im ArchitekturSalon Hamburg einladen zu dürfen. Zusammen mit Matthias Alexander (FAZ, Frankfurt am Main) und Tobias Hönig (c/o now, Berlin) diskutieren wir über Maßstäbe der Architekturkritik und die Frage, welche Bauaufgaben unsere gebaute Umwelt heute tatsächlich prägen sollten.

Anmeldung

Streitgespräch
Welche Maßstäbe legen wir an, wenn wir Architektur beurteilen? Was macht ein Gebäude zu guter – oder gar preiswürdiger – Architektur? Und welche Bauaufgaben sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar, finden im Fachdiskurs jedoch kaum Beachtung?

Ausgangspunkt des abendlichen Gesprächs ist die jüngst öffentlich geführte Debatte um den DAM-Preis 2026. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung attestierte Matthias Alexander der Auswahl des Deutschen Architekturmuseums die „Engstirnigkeit des sozial-ökologisch orientierten Preisrichter-Milieus” – Tobias Hönig (c/o now, Berlin) antwortete öffentlich mit der Frage, ob man darüber lachen oder weinen solle. An diesem Schlagabtausch wird deutlich, wie weit die Vorstellungen über das, was wir als Architektur bezeichnen und das, was sie leisten soll, auseinanderliegen und nach welchen Kriterien sie zu bewerten ist.

Matthias Alexander, stellvertretender Feuilletonleiter der FAZ, und der Architekt Tobias Hönig diskutieren erstmals gemeinsam im MontagsSalon über die Bedingungen architektonischer Produktion, ihre Ästhetik und ihre Kriterien – und über die Frage, wer eigentlich urteilt, wenn über Baukultur geurteilt wird.

Moderation: Leonhard Clemens (LNCL)
Über LNCL

Leonhard Clemens ist Architekt, Fotograf und Gründer von LNCL Berlin. Er studierte Architektur und Design an der ABK Stuttgart, der Bartlett School of Architecture (UCL) und der Architectural Association (AA) London. Er arbeitete unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Cyprus sowie an der Leibniz Universität Hannover, war Studio Master am DIA Dessau und Gastprofessor für „Bauen im Bestand” an der Hochschule Anhalt Dessau. Seit 2025 ist er Professor für Architektur und Entwerfen an der TH Rosenheim sowie seit 2024 Programme Head der AA Visiting School Côte d’Azur. Neben der Entwicklung architektonischer Projekte setzt sich seine Arbeit mit den Produktionsbedingungen von Architektur auseinander.

www.lncl.de

Über Matthias Alexander

Matthias Alexander studierte nach dem Abitur am Kaiser-Wilhelms-Gymnasium Geschichte, Germanistik und Philosophie in Bonn, Bologna, Jena und München. 1998 promovierte er mit einer Arbeit über die Freikonservativen, eine Partei des Deutschen Kaiserreichs. Im Jahr 1999 trat er in die Rhein-Main-Redaktion der *Frankfurter Allgemeinen Zeitung* ein, wo er zunächst für die Themen Stadtplanung und Architektur verantwortlich war. Ab 2007 leitete er das Ressort, bevor er im Sommer 2020 ins Feuilleton wechselte. Seit Juni 2021 ist er dort stellvertretender Ressortleiter. Darüber hinaus veröffentlichte er mehrere Bücher zur Frankfurter Architektur, unter anderem über das neue Waldstadion, die Hochhäuser der Stadt, nie realisierte Bauprojekte sowie die neue Altstadt.

Über Tobias Hönig

Tobias Hönig ist Partner des von ihm mitgegründeten Büros c/o now. Seit 2022 ist er als Leiter der Lehr- und Forschungsgebiets Gebäudelehre und Entwerfen (LFGE) Professor am Department Architektur der Universität Siegen. Zuvor war er in der Lehre am Dessau Institute for Architecture (DIA), der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, der TU München, der Universität Stuttgart, der Technischen Hochschule Nürnberg und der Kunstakademie Linz tätig. Neben und als Teil seiner Arbeit mit c/o now und dem LFGE setzt er sich mit den unterschiedlichen Einflussgrößen auf die Typogenese von Gebäuden – insbesondere im Schlagschatten als Krisen verstandener Prozesse – auseinander. Tobias Hönig hat Architektur in Regensburg und Architektur & Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studiert.

www.co-now.eu

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des 11. Hamburger ArchitekturSommer statt.

MontagsSalon curated by
Unter dem Titel „MontagsSalon curated by“ kuratieren die Architekturbüros mit selbsterwählten Fokusthemen zu „Preoccupations“ je einen MontagsSalon, sei es als spannende Podiumsdiskussion, klassischer Vortragsabend oder in einem freien Format, das den Diskurs neu belebt. Welche Haltung vertreten Architekt*innen heute und womit beschäftigen sie sich ganz aktuell im Hinblick auf architektonische, gesellschaftliche, politische, ökologische und ökonomische Entwicklungen? Was treibt sie an und bewegt sie? Was muss Architektur mit den heutigen Herausforderungen leisten?

Als feierlichen Abschluss ist eine Gruppenausstellung im ArchitekturSalon Hamburg geplant, die einen gemeinsamen Rückblick auf die Reihe und ihre Ergebnisse ermöglicht.

Weitere Kuratoren*innen werden in den folgenden Monaten die Vortragsreihe „MontagsSalon curated by“ fortführen:

  • Lena Unger & Jan Meier (Meier Unger Architekten, Leipzig)
  • Jonas Tratz (FAKT, Berlin)
  • Bernd Schmutz (Bernd Schmutz Architekten, Berlin)

Anmeldung

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