MontagsSalon curated by Bernd Schmutz Architekten
PREOCCUPATIONS
Wir freuen uns, den ArchitekturSalon Hamburg erneut als Plattform des MontagsSalon curated by Bernd Schmutz Architekten am 31. August 2026 um 19 Uhr nutzen zu können. Die Referent*innen Juliane Greb (Büro Juliane Greb, BEL-Gent) und Amandine Kastler (Kastler Skjeseth Architects, NOR-Oslo) werden im Rahmen einer moderierten Diskussion von Bernd Schmutz (Bernd Schmutz Architekten, DE-Berlin) und jeweiligen vorangegangenen Vorträgen die Bedeutung von „Vielheiten“ herausarbeiten.
Vielheiten
„Vielheiten“ sind Ausdruck einer Haltung, die die komplexen und oftmals widersprüchlichen Zusammenhänge unserer Welt als gesamtheitliches ästhetisches Prinzip erkennt. In einer Zeit, in der nichts mehr eindeutig ist, sollte Architektur agil sein, um verschiedensten Anforderungen und Bedürfnissen zu begegnen und zugleich Räume für Wünsche und Sehnsüchte zu entfalten. Das Erkennen und Kultivieren von Vielheiten bietet uns Werkzeuge, um Architektur integral zu denken und verschiedene Faktoren unserer Umwelt produktiv und gestaltend einzubeziehen. Architektonische Vielheiten sind offen, unfertig, erweiterbar und inklusiv, sie erlauben verschiedene Erzählstränge, lokale Perspektiven und fördern mit geteilter Autorenschaft eine Architektur des Weiterbauens.
Der ArchitekturSalon Hamburg soll mit Werk und Haltung von Juliane Greb (Büro Juliane Greb, BEL-Gent) und Amandine Kastler (Kastler Skjeseth Architects, NOR-Oslo) einen Diskurs eröffnen, um ein Verständnis von „Vielheiten“ zu reflektieren und das Allgemeine im Spezifischen, das Einfache im Komplexen zu suchen.
Bernd Schmutz hat an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und an der Akademie der bildenden Künste in Wien Architektur und Stadtplanung studiert. Nach elf Jahren als Partner bei Caruso St John in London gründete er 2015 sein eigenes Büro und arbeitet von Berlin aus an räumlichen Aufgaben verschiedenster Größe. Vom Wohnungsbau bis zum Weiterbauen im Bestand und Denkmalschutz, auf dem Land, der Stadt und dazwischen findet jedes Projekt situationsspezifisch seine eigene Sprache.
Parallel werden mit Ausstellungen und Publikationen die Bedingungen räumlicher Praxis und unserer Umwelt reflektiert, u.a. in Venedig, Brüssel, London und Turin. Bernd Schmutz hat an der Kingston University in London, an der Leibniz Universität Hannover und an der TU Dresden als Gastprofessor gelehrt. Seit 2025 ist er Professor für Bauformenlehre an der Bauhaus-Universität in Weimar.
Juliane Greb is running an architectural practice based in Ghent. After her studies at RWTH Aachen and AHO Oslo she worked at architecten de vylder vinck taillieu in Ghent and osar architects in Antwerp. Büro Juliane Greb was awarded the DAM Architecture Prize 2022 together with Summacumfemmer for their cooperative housing project “San Riemo” in Munich. The office co-curated the German pavilion at the 18th Biennale Architettura di Venezia in 2023 titled “Open for Maintenance”. In recent years she has been a visiting professor at PBSA Düsseldorf and RWTH Aachen and is currently holding a professorship at University of Antwerp.
Amandine Kastler studied at the Architectural Association in London, graduating with Honours in 2010. She is a founding partner of Kastler Skjeseth Architects. Before that, she worked at OMA/AMO in Rotterdam and at David Chipperfield Architects (2010–2015). Amandine is Associate Professor in the Architecture Institute at the Oslo School of Architecture and Design (AHO), where she co-leads the Transformation in Practice course series, part of the Provenance Projected, Architecture Past and Future in the Era of Circularity research project. She has also taught at the Oslo National Academy of the Arts (KHiO) and the AA, where she previously led a design unit and now co-directs the MA/PG Diploma in Conservation and Reuse.
MontagsSalon curated by
Unter dem Titel „MontagsSalon curated by“ – PREOCCUPATIONS kuratieren die Architekturbüros mit selbsterwählten Fokusthemen zu „Preoccupations“ je einen MontagsSalon, sei es als spannende Podiumsdiskussion, klassischer Vortragsabend oder in einem freien Format, das den Diskurs neu belebt. Welche Haltung vertreten Architekt*innen heute und womit beschäftigen sie sich ganz aktuell im Hinblick auf architektonische, gesellschaftliche, politische, ökologische und ökonomische Entwicklungen? Was treibt sie an und bewegt sie? Was muss Architektur mit den heutigen Herausforderungen leisten?
Als feierlichen Abschluss ist eine Gruppenausstellung im ArchitekturSalon Hamburg geplant, die einen gemeinsamen Rückblick auf die Reihe und ihre Ergebnisse ermöglicht.
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