
WOHNEN
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
als Urlaubsmitbringsel eignen sich bestens Kulinarisches aus der Region oder Kühlschrankmagnete aus dem Duty-free-Shop. In unserer Branche darf es ruhig etwas spezifischer sein: Aus meinem Urlaub in Ligurien habe ich einen Beitrag über Cristo Re, den Duomo della Spezia von Adalberto Libera, mitgebracht sowie das nebenstehende Foto. Hierauf posiere ich im Wohnhaus Boccamonte, das die italienische Architektin Luisa Castiglioni in den 1960er-Jahren für sich und ihren Partner Hans Deichmann in Bocca di Magra bauen ließ. Das wäre von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben, hätten sich nicht Maddalena Scarzella, Architektin aus Mailand und Enkelin von Luisa Castiglioni, sowie ihr Mann Matteo Petrucci des architektonischen Erbes angenommen, es saniert und weitergebaut. Doch darüber mehr in unserer Serie „Ikonen bewohnen“ in einer der nächsten AIT-Ausgaben!
Bereits in dieser Ausgabe widmen wir uns erwartungsgemäß dem Thema Wohnen. Sinnlos zu wiederholen, dass der andauernde, akute Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu sozialen und politischen Verwerfungen führt. Wir haben vielmehr nach Lösungen Ausschau gehalten!
Attraktiver Wohnraum entsteht im Untergeschoss einer viktorianischen Doppelhaushälfte, in einem 100 Jahre alten Reihenhaus, einem 200 Jahre alten Bauernhaus, in Bauten aus den 1930er- und 1970er-Jahren, in einem ehemaligen Kloster, in einer alten Backstube oder in einem „Schweizer Schwaben-Haus“, das unsere AIT-Kollegin Henriette Steuer-Heinle und ihr Mann selbst umgebaut haben.
Wenn neu gebaut wird, dann bitte ein Wohnhochhaus auf kleinster Grundfläche, Häuser in ökologischer und nachhaltiger Bauweise oder als verdichtetes Gemeinschaftswohnen mit 14 Parteien! Dass man sogar auf einem Parkplatz wohnen kann, beweisen die Studierenden Ruonan Wang und Moritz Mayer von der National University of Singapore.
Allen Lösungen gemein ist das „Spiel mit der Schönheit“. Diese Form der „artgerechten“ Haltung hält AIT-Kolumnist Dominik Reding für die einzig wahre – für Mensch und Tier gleichermaßen.
Dass dazu eine Entwurfshaltung gehört, die sich auch des Eklektizismus´ bedient, hat Sarah Christin Busch untersucht und beschrieben.
In Frankfurt, der World Design Capital 2026, dreht sich noch bis Dezember alles um gute Gestaltung und Design. Während eines von Martina Metzner geführten Wochenendes können Sie beides aufsaugen – viel Spaß dabei!
Mit besten Grüßen
Petra Stephan, Dipl.-Ing.
Chefredakteurin
Architektin
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LESEPROBE
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