Ausstellung “Matter of Relationships – Die Architektur von Kengo Kuma”

Vernissage: 12. Mai 2025, 19 Uhr
mit Beiträgen von Prof. Dr. habil. Jörg Gleiter, Professor für Architekturtheorie TU Berlin, Shinsuke Toda, Japanisches Generalkonsulat Hamburg (angefragt) und Marcin Sapeta & Markus von Dellinghausen, Kengo Kuma & Associates, Tokyo

Ausstellungslaufzeit: 13. Mai bis 27. Juni 2025 im ArchitekturSalon Hamburg

Die Ausstellung “Matter of Relationships” zeigt die Architektur von Kengo Kuma & Associates. Das Büro strebt danach, Beziehungen zwischen seinen Gebäuden und der Umgebung herzustellen, sei es in der Stadt oder in der Natur, aber auch zwischen den Nutzer*innen und der Gemeinschaft als Ganzes. Ein zentrales Entwurfsmotiv ist es, zu erforschen, wie Materie und Organismen durch ihre Bedürfnisse, Funktionen und Hoffnungen miteinander verbunden sind. Konnektivität, ein Gefühl der Offenheit, das Verwischen von Grenzen, Bescheidenheit und die Integration von Elementen der Natur sind dabei wesentliche Bestandteile eines jeden Gebäudes.

Anmeldung zur Vernissage

„Es scheint mir nur natürlich, Architektur als eine Angelegenheit von Beziehungen zu betrachten, das heißt, die Beziehung zwischen Organismen und Materie einerseits und die Beziehung zwischen Organismen und der Umwelt andererseits.” Kengo Kuma

Kengo Kuma, der für seine Vorliebe für natürliche Materialien und seine zurückhaltende Architektursprache bekannt ist, führte sein Unternehmen von den Anfängen in Tokio im Jahr 1990 zu einem Büro mit über 400 Mitarbeiter*innen und Standorten in Tokio, Paris, Peking, Shanghai und Seoul, das Projekte in der ganzen Welt realisiert. Er ist aktiv in jedes einzelne Projekt involviert und erforscht mit Teams unterschiedlicher Größe die verschiedenen physischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge, die in jeder Entwurfsaufgabe verborgen liegen. Sie versuchen, Beziehungen zwischen ihren Gebäuden und der Umgebung herzustellen, sei es in der Stadt oder in der Natur, aber auch zwischen den Nutzer*innen und der Gemeinschaft als Ganzes.

Bereits seit der Zeit vor der Bürogründung schreibt Kengo Kuma ausgiebig und scheut sich nicht, seine Gedanken im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln oder zu verwerfen, um den Veränderungen in der Gesellschaft und der Architekturproduktion Rechnung zu tragen. Als früher Kritiker von Gebäuden, die in ihrer Umgebung nicht vermitteln, sondern danach streben, herausstehende Objekte zu sein, schrieb er über die Notwendigkeit für Gebäude „Anti-Objekte“ zu sein – bescheidene Diener ihrer Nutzung, ihrer Nutzer*innen und der Gesellschaft. „Gebäude, die sich bewusst von ihrer Umgebung abgrenzen, unterscheiden sich sehr von denjenigen, die versuchen, diese Isolation abzuschwächen, und der Unterschied ist für jeden, der sie erlebt, spürbar.“

Konnektivität, ein Gefühl der Offenheit, das Verwischen von Grenzen, Bescheidenheit und die Integration von Elementen der Natur sind nicht nur wesentliche Bestandteile eines jeden Gebäudes, sondern auch des Entwurfsprozesses selbst. „Wahre natürliche Architektur bedeutet für mich, mit dem zu beginnen, was nicht aus Stolz entsteht.“ Bereits seine frühen Schriften wie „Architecture of Defeat“ enthalten die Vorstellung, die Architektur verschwinden zu lassen, sich darauf zu konzentrieren, die Menschen wieder mit der Natur und miteinander zu verbinden und so die Macht der Architektur zu zerstören.

Kengo Kuma plädiert dafür, sich von der „starken“ Architektur zu befreien und nach einer anderen Form der Präsenz zu streben. Ein zentrales Entwurfsmotiv seiner Architektur ist es, zu erforschen, wie Materie und Organismen durch ihre Bedürfnisse, Funktionen und Hoffnungen miteinander verbunden sind. „Es scheint mir nur natürlich, Architektur als eine Angelegenheit von Beziehungen zu betrachten, das heißt, die Beziehung zwischen Organismen und Materie einerseits und die Beziehung zwischen Organismen und der Umwelt andererseits.”

Über Kengo Kuma
Kengo Kuma (*1954) gründete Kengo Kuma & Associates im Jahr 1990. Er hat an der Keio Universität und der Universität Tokio unterrichtet. Derzeit ist er Universitätsprofessor und emeritierter Professor an der Universität Tokio sowie Mitglied der Japanischen Kunstakademie. Kengo Kuma plädiert für eine Architektur, die neue Beziehungen zwischen Natur, Technologie und Mensch eröffnet. Die Projekte von Kengo Kuma & Associates werden derzeit in mehr als 50 Ländern realisiert.

Zu den wichtigsten Veröffentlichungen gehören Kengo Kuma Onomatopoeia Architecture Grounding (X-Knowledge), Nihon no Kenchiku (Architecture of Japan, Iwanami Shoten), Zen Shigoto (Kengo Kuma – the complete works, Daiwa Shobo), Ten Sen Men (Point Line Plane, Iwanami Shoten), Makeru Kenchiku (Architecture of Defeat, Iwanami Shoten), Shizen na Kenchiku (Natural Architecture, Iwanami Shinsho) und Chii-sana Kenchiku (Small Architecture, Iwanami Shinsho).
www.kkaa.co.jp/en

Programm der Vernissage am 12. Mai 2025
19:00 Uhr – Einlass
19:15 Uhr – Begrüßung Kristina Bacht, AIT- ArchitekturSalon
19:30 Uhr – Grußwort Generalkonsul Shinsuke Toda, Japanisches Generalkonsulat Hamburg (angefragt)
19:45 Uhr – Laudatio Prof. Dr. habil. Jörg Gleiter, Professor für Architekturtheorie TU Berlin
20:15 Uhr – Einführung Marcin Sapeta und Markus von Dellinghausen, Kengo Kuma & Associates, Tokyo
Im Anschluss Snacks und Getränke, Besichtigung der Ausstellung

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    Die Veranstaltung richtet sich an Architekt*innen, Innenarchitekt*innen, Planer*innen sowie alle Interessierte aus der Zivilgesellschaft an der Baukultur. Sollten Unternehmen aus der Objekt und Bauindustrie (mit Ausnahme der Premiumpartner der AIT-ArchitekturSalons) Interesse an einer Teilnahme an dem Veranstaltungsprogramm der AIT-ArchitekturSalons haben, bitten wir um eine E-Mail an die Verlagsleiterin Kristina Bacht (kbacht@ait-online.de). Wir behalten uns vor entsprechend der Interessen der Premiumpartner oder bei Überschreiten der Teilnehmerzahl Absagen zu erteilen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

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