Apartment in Berlin von Christopher Sitzler

Wo zuvor kleinteilige Räume, Raufaser und Laminat den Bestand bestimmten, öffnet sich die 76 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung im Prenzlauer Berg heute zu einem großzügigen, hellen Lebensraum, der Wohnen, Kochen und Essen selbstverständlich miteinander verbindet. Der in Berlin lebende Architekt Christopher Sitzler orientierte den Grundriss konsequent zur langen Verglasung hin. So entsteht eine offene Raumfolge, die den Blick nach draußen einbindet und dem kompakten Apartment eine unerwartete Weite verleiht. Eine mit dunklem Mahagoni furnierte Decke zieht sich als warmes, verbindendes Element durch die Räume und lässt zusammen mit dem sandfarbenen Gussboden ein reduziertes, ausgewogenes Farbspektrum entstehen. Holz, Boden und Licht bestimmen die Atmosphäre, während sich die Küche mit matt schimmerndem Edelstahl als funktionales, klar gefasstes Element in den Raum einfügt. Auch der Schlafbereich folgt dem Gedanken des fließenden Wohnens. Ruhezone und Bad verschmelzen zu einer intimen Raumlandschaft: Die Wanne ist halb in ein niedriges Podest eingelassen, Dusche und Waschtisch liegen dahinter verborgen. Bis ins Detail zeigt sich der individuelle Zuschnitt des Entwurfs: Ein in die Holzverkleidung integriertes Soundsystem vervollständigt das auf die Bedürfnisse des Bauherrn abgestimmte Konzept. js

Entwurf: Christopher Sitzler, Berlin, www.sitzler.info
Bauherr: Privat
Standort: Berlin
Fertigstellung: 2024
Fotos: Franz Grünewald

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