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Bürogebäude in London von Daytrip
Bereits im Entrée zeigt sich ein präziser Umgang mit Materialität und Atmosphäre: Steinbruchfliesen als Bodenbelag, freigelegte Backsteinwände und restaurierte Türen aus der Stuart-Zeit um 1700 schaffen einen fließenden Übergang zwischen Außen und Innen und verleihen dem Auftakt von „Cloisters“ eine spürbare Tiefe. Nahe der Old Street in London entsteht damit eine Arbeitslandschaft, die sich bewusst von der Hektik des urbanen Umfelds absetzt. In dem von historischen Backsteingebäuden umsäumten Ensemble vereinen sich künftig Arbeitsflächen, Co-Working-Lounges, Meeting-Suiten und ein Café. Das Innenarchitekturbüro Daytrip entwickelte dafür eine ganzheitliche gestalterische Haltung für die Revitalisierung; die nun fertiggestellte erste Phase umfasst Eingangsbereich, Rezeption, Büros und Erschließungsflächen. Die Rezeption fungiert dabei als vermittelnder Raum zwischen Außen und Innen und greift die Materialität des Entrées konsequent auf. In den Büros filtern off-white-farbene Stahlrahmenfenster als Trennwände das Tageslicht, während Möbel aus recycelbaren Materialien, zurückhaltend gestaltete Pantryküchen und wohnlich anmutende Lounges eine Arbeitsumgebung schaffen, die Funktionalität mit Komfort verbindet. Vintage-Elemente treffen auf zeitgenössisches Design, ergänzt durch Kunst und Filzarbeiten. So entsteht ein Ort, der nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Austausch und Entspannen einlädt. js
Wohnhaus in Utting am Ammersee von Arnold / Werner
Nachhaltiges Bauen ganzheitlich denken: Von der Architektur über die Innenarchitektur bis zur Freiflächengestaltung vereint das Haus A/Z in Utting am Ammersee ressourcenschonende Materialien, eine sensible Gestaltung und den engen Bezug zur Natur in einem Wohnhaus, das Nachhaltigkeit mit einer warmen, wohltuenden Atmosphäre verbindet. Prägend sind lokale und recycelte Materialien. Holz bestimmt Tragwerk, Innenausbau und die sattgrüne Fassade mit vertikaler Schalung. Im Innenraum ergänzen Lehmputz, Schreinereinbauten aus regionalem Holz sowie recycelte und nachhaltigkeitszertifizierte Möbel das Konzept. Auch in der Gestaltung der Innenräume spielt der Gedanke der Weiternutzung für den verantwortlichen Architekten Sascha Arnold eine zentrale Rolle. Als DGNB-Mitglied stellt das Münchner Architekturbüro Arnold / Werner den sparsamen Umgang mit Ressourcen, die Verwendung heimischer Materialien sowie energie- und kosteneffiziente Lösungen in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Der durchlässige Grundriss bietet flexible Nutzungsmöglichkeiten, sodass sich die heutige Wohnfläche bei Bedarf in zwei unabhängige Einheiten unterteilen lässt. Hinzu kommt eine klar strukturierte Gliederung: ein offenes Erdgeschoss mit Entrée, großzügiger Küche, Wohn- und Essbereich sowie Gästezimmer und ein Obergeschoss mit den privaten Bereichen für Eltern und Kinder. Letztere Räume sind durch den Luftraum über dem Essplatz sowie eine T-förmige Treppe voneinander getrennt. Abgerundet wird das Konzept durch den Gedanken der Selbstversorgung. Regenwasserzisterne, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Wallbox fügen sich selbstverständlich in das übergeordnete Konzept ein. So erreicht das rund 220 Quadratmeter große Wohnhaus den KfW40-Standard und zeigt, wie sich gestalterischer Anspruch, Wohnqualität und ökologische Verantwortung überzeugend verbinden lassen. js
