WOHNEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

herzlichen Glückwunsch allen Leserinnen zum Internationalen Frauentag am 8. März! Wie gewohnt nehmen wir dieses Datum zum Anlass, stellvertretend einige Kolleginnen und ihre
Werke in den Fokus zu rücken, und stellen entsprechende Lektüre von und über inspirierende Innen-/Architektinnen vor.

Auch unter den ausgewählten Projekten zum Heftthema Wohnen sind gelungene Maßnahmen von frauengeführten Innen-/Architekturbüros zu finden, geglückte Teamleistungen zwischen InnenarchitektInnen und ArchitektInnen und natürlich anspruchsvolle Interventionen, die einen relevanten Beitrag zum politischen Dauerbrenner-Thema Wohnen leisten können – was in Zukunft mehr als notwendig sein wird!

Das Verbändebündnis Soziales Wohnen beklagte in ihrer jüngsten Pressekonferenz das Defizit von 1,4 Millionen bezahlbaren und Sozialwohnungen. Um dieses bis 2030 abzubauen, müssen 400.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden – aktuell sind es nur halb so viele. Wohnen ist für alle Menschen essenziell – wurde konstatiert, und wenn die Demokratie nicht in der Lage sei, Wohnen für alle zu realisieren, dann laufe sie Gefahr, dass sich die Bürger von ihr abwenden. Darüber hinaus seien Wohnungen ein ganz entscheidender Faktor für die Wirtschaft: Es gebe keine wirtschaftliche Entwicklung ohne Wohnungsbau für junge Menschen, für Auszubildende, für Studierende, für Fachkräfte aus dem Ausland.

Bei den Älteren trifft der Wohnungsmangel besonders die, die nur eine kleine Rente beziehen, und im Sozialwohnungsbereich fehlen Wohnungen für Menschen mit körperlichen und psychischen Behinderungen, mit unregelmäßigem Einkommen und für Alleinerziehende. Das Thema ist hochaktuell, aber nicht neu: Bereits vor 100 Jahren entwickelte Theodor Fischer das 1927 fertiggestellte Ledigenheim in München. Dort finden rund 380 Männer eine würdige Unterkunft – ein bemerkenswertes Beispiel für die Vereinbarkeit von zeitloser Baukultur und sozialem Engagement. Unbedingt anschauen beim nächsten München-Besuch – am besten in den Osterferien!

Wer dafür noch Anregungen braucht, findet davon reichlich ab Seite 22: Bozen, Münster, Wien und Friedrichshafen empfehlen wir aus eigener Erfahrung.

Und den Redings ist ein lesenswerter Spagat zwischen unterschiedlichstem Wohnen in Düsseldorf, London und in Berlin gelungen. Wohnen für alle – muss das Ziel sein!

Mit besten Grüßen
Petra Stephan, Dipl.-Ing.
Chefredakteurin
Architektin


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