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	<title>Christian Kellner &#8211; AIT | AIT-Dialog | xia</title>
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	<description>Architecture / Interior / Design</description>
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		<title>Es werde Dunkel – Christian Kellner, Stipendiat 2021/2022</title>
		<link>https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/es-werde-dunkel-christian-kellner-stipendiat-2021-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Lorenz-Elliot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2022 12:05:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA["Wir Menschen nehmen dunklen Raum anders wahr als hellen. Je dunkler ein Raum ist, desto stärker öffnet er sich für andere Ebenen der Sinneswahrnehmung, etwa Gehör, Geruch oder Haptik. Wenn die Sicht- und Raumgrenze sich ins Dunkel verschiebt und auflöst, wird die eigene Verortung im Raum zunehmend unscharf. All das führt zu einer Verstärkung der eigenen körperlichen Wahrnehmung. Infolgedessen sprechen uns dunkle Räume in unserem atmosphärischen Empfinden in besonderer Art und Weise an." Christian Kellner]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="omsc-one-half">
<p>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/04/Es-werde-Dunkel-Christian-Kellner.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Christian Kellner_Es werde Dunkel" data-rel="lightbox-gallery-1"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/04/Es-werde-Dunkel-Christian-Kellner-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p><div class="clear"></div></div>
<div class="omsc-one-half omsc-last">
<p><strong>Blog Interior Scholarship<br />
April 2022<br />
Blogger: Christian Kellner</strong><br />
Technische Universität Wien<br />
Studiengang Architektur</p>
<p><strong>Es werde Dunkel<br />
</strong>Wir Menschen nehmen dunklen Raum anders wahr als hellen. Je dunkler ein Raum ist, desto stärker öffnet er sich für andere Ebenen der Sinneswahrnehmung, etwa Gehör, Geruch oder Haptik. Wenn die Sicht- und Raumgrenze sich ins Dunkel verschiebt und auflöst, wird die eigene Verortung im Raum zunehmend unscharf. All das führt zu einer Verstärkung der eigenen körperlichen Wahrnehmung. Infolgedessen sprechen uns dunkle Räume in unserem atmosphärischen Empfinden in besonderer Art und Weise an.</p>
<p>Ein dunkler Raum hat eine unbestimmbare Tiefe und eine eigene Dimension, die jedoch bei hellem Zustand nicht seiner tatsächlichen Größe und Ausdehnung entspricht. Im Hellen wird das Dazwischen, die Leere selbst, meist nicht wahrgenommen, im Dunklen hingegen schon. Eher langsam und tastend bewegen wir uns im Raum aufgrund der Dichte und Undurchschaubarkeit des Dunkels. Die Objekte darin sind in ihrem Abstand zueinander nur schwer einzuschätzen und tauchen erst nach einer langsamen Gewöhnung der Augen aus der Dunkelheit auf. Wenn man dabei einzelne, schwach erhellte Objekte oder kleine Lichtöffnungen erblickt, erhalten diese für einen dadurch eine erhöhte Bedeutung.</p>
<p>Vor allem in vielen Kult- und Kirchenräumen wurde dies oft ausgenutzt, um sakrale Stimmungen zu erzeugen. Auch in der Malerei ist ein solcher Umgang, beispielsweise bei dem Künstler Rembrandt, bekannt. Er arbeitete oft mit einer in Dunkelheit getauchten Grundstimmung und der Nutzung besonders differenzierter Helligkeitswerte. Auch in der InnenArchitektur kann damit gearbeitet werden. So habe ich vor ein paar Jahren den von John Pawson in eine Galerie umgestalteten Berliner Bunker besucht. Dabei spielt er bewusst mit der Dunkelheit, sodass man sich beim Betreten zunächst in einem komplett dunklen Raum wiederfindet, wodurch die eigene Wahrnehmung vollständig resettet wird. In den anschließenden Ausstellungsräumen werden lediglich die Exponate leicht beleuchtet, womit eine ganz besondere Aura um die Kunst erzeugt wird.</p>
<p>Besonders hervorgehoben werden kann die Bedeutung der Dunkelheit am Beispiel der traditionellen japanischen Architektur. Im Buch “Lob des Schattens” beschreibt Jun&#8217;Ichiro Tanizaki, dass Japan eine vielschichtige Ästhetik entwickelt hat, um Tageslicht zu filtern und Schatten als eine wichtige Qualität zu begreifen. Durch auskragende, niedrige Dächer, große Raumtiefen sowie durch Papierwände entsteht in den Innenräumen eine starke Verdunkelung. Damit ergibt sich laut Tanizaki ein nuanciertes Spiel von Schatten und Licht, von matten und schimmernden Materialien, und von Akzenten durch leuchtende Farben und glänzend lackierten Oberflächen. Durch das gefiltert einfallende Licht entstehen im Innern sehr weiche, subtile Helligkeitsübergänge, wodurch der Raum auch ohne tatsächliche räumliche Trennungen eine Gliederung erfährt. Mit der dunklen Grundstimmung bekommen auch Stofflichkeit, Oberflächen und Farben ein detaillierteres, feineres Wirkungsspektrum. Der Umgang mit dem Dunkeln schafft dadurch eine starke atmosphärische Gesamtsituation.</p>
<p>Daraus können wir mitnehmen, dass Schatten und Licht für die InnenArchitektur so wesentlich sind wie Form und Material. Es muss nicht immer um gute Sehbedingungen für bestimmte Tätigkeiten gehen, sondern es kann auch die strukturelle und atmosphärische Rolle von Dunkelheit in den Vordergrund unserer Gestaltung rücken. Licht tritt immer im Wechselspiel mit Schatten auf und wird als Komplementär zur Dunkelheit wahrgenommen. Daher kommt es in der InnenArchitektur gleichzeitig auf einen gekonnten Umgang mit Dunkelheit und auf dessen Verhältnis zu Licht an.</p>
<p>Die Dunkelheit kann in der InnenArchitektur bewusst auf vielfältige Art und Weise eingesetzt werden. Sie kann die Körperhaftigkeit der InnenArchitektur plastisch deutlicher herausbilden, etwas in Szene setzen oder darüber hinaus durch einen differenzierten Einsatz von Licht und Dunkelheit eine gute Gliederung und Strukturierung von Raum ermöglichen. Auch bietet sie sich als Führungselement für die Durchwegung durch den Raum an. Die Art und Behandlung von Dunkelheit in Verbindung mit der Stofflichkeit kann für die Erzeugung von bestimmten Raumstimmungen oder eines Raumcharakters genutzt werden. Man kann das Dunkle folglich als eine Qualität begreifen, die es zu nutzen gilt. Denn generell erlaubt es die Anpassungsfähigkeit der Augen auch mit weniger Licht zu arbeiten.</p>
<p>Die Natur bietet uns mit dem täglichen Tag und Nacht Rhythmus, sowie den Jahreszeiten, eine breite Hell-Dunkel-Vielfalt. Zahlreiche Innenräume erleben wir heutzutage jedoch ganz anders. Meist findet man eine konstante und beinahe grelle Beleuchtung über Stunden hinweg vor. Dies führt zu Monotonie, Ermüdung und Lebensunlust. Deshalb plädiere ich für den Einsatz von weniger Licht und einem bewussten Umgang mit Dunkelheit.<br />
<strong> </strong></p>
<p><strong>Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung</strong><br />
<div class="clear"></div></div><div class="omsc-clear"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Metaverse – Christian Kellner, Stipendiat 2021/2022</title>
		<link>https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/metaverse-christian-kellner-stipendiat-2021-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Lorenz-Elliot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2021 23:24:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was ist überhaupt ein Metaverse? Es gibt viele Artikel, verschiedene Definitionen und Ansichten für das Metaverse, vereinfacht gesagt ist es ein digitales dreidimensionales Universum parallel zu dem Realen, in dem Sie durch einen digitalen Avatar von Ihnen abgebildet werden. Es wird nicht die eine Welt geben, sondern mehrere. Das Metaverse wird damit als Nachfolger des Internets angesehen. Eine Vorstellung davon, wie das Leben im Metaverse aussehen könnte, bekommen wir durch den Film "Ready Player One", in dem alles, was wir uns vorstellen können, existieren kann und wir uns ständig mit dem Metaverse verbinden können, um unser reales Leben um außergewöhnliche Erfahrungen zu erweitern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="omsc-one-half">
<p>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/AITBeitrag01-Metaverse_900.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Illustration: Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-2"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/AITBeitrag01-Metaverse_900-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p><div class="clear"></div></div>
<div class="omsc-one-half omsc-last">
<p><strong>Blog Interior Scholarship<br />
Dezember 2021<br />
Blogger: Christian Kellner<br />
&#8220;Metaverse&#8221;<br />
</strong></p>
<p>Mit diesem Beitrag habe ich mich theoretisch mit dem Thema Metaverse befasst. Ich war neugierig, mehr darüber herauszufinden, was das Metaverse ist, wer es aufbauen wird und vor allem, ob es für (Innen-)Architekt*innen von Bedeutung sein könnte und ob wir Designer eine wichtige Rolle in dieser aufstrebenden digitalen Welt spielen sollten.</p>
<p>Bevor wir nun aber tiefer in das Thema eintauchen wollen wir die Frage klären, was ist überhaupt ein Metaverse? Es gibt viele Artikel, verschiedene Definitionen und Ansichten für das Metaverse, vereinfacht gesagt ist es ein digitales dreidimensionales Universum parallel zu dem Realen, in dem Sie durch einen digitalen Avatar von Ihnen abgebildet werden. Es wird nicht die eine Welt geben, sondern mehrere. Das Metaverse wird damit als Nachfolger des Internets angesehen. Eine Vorstellung davon, wie das Leben im Metaverse aussehen könnte, bekommen wir durch den Film &#8220;Ready Player One&#8221;, in dem alles, was wir uns vorstellen können, existieren kann und wir uns ständig mit dem Metaverse verbinden können, um unser reales Leben um außergewöhnliche Erfahrungen zu erweitern. Um Euch ein Gefühl für das Metaverse zu geben, habe ich eine abstrakte Grafik eines Museumsinnenraumes erstellt, in der ich alles digitale auf Linien reduziert habe und damit schlussendlich nur noch der Mensch als einzig analoges übrig bleibt.</p>
<p>Im Gegensatz zum zentralisierten Metaverse Oasis in &#8220;Ready Player One&#8221; meinen viele, dass das Metaverse ein offenes und interoperables Ökosystem sein sollte, das nicht von einem einzelnen Unternehmen dominiert wird. In Zukunft sollte deshalb also die Frage, ob ein Unternehmen das Metaverse aufbaut, hoffentlich genauso absurd klingen wie die Frage, ob jemandem das Internet gehört. Es sollte auf Dezentralität aufgebaut werden und nicht von einigen wenigen Kräften monopolisiert werden können. Die Energie rund um das Metaverse wird von den Nutzern kommen, nicht von den Unternehmen. Es sollte nicht von irgendeinem Branchenriesen kommen, sondern das Ergebnis der Mitgestaltung von Millionen von Menschen sein. Jeder kann durch die Erstellung von Inhalten, Programmierung und Design und vielen weiteren Formen und Weisen seinen Teil zum Metaverse beitragen. </p>
<p><div class="bg-margin-for-link"><input type='hidden' bg_collapse_expand='6a361a502889d2088325021' value='6a361a502889d2088325021'><input type='hidden' id='bg-show-more-text-6a361a502889d2088325021' value='weiterlesen'><input type='hidden' id='bg-show-less-text-6a361a502889d2088325021' value='Weniger'><div id='bg-showmore-hidden-6a361a502889d2088325021' ><br />
&nbsp;</p>
<p>Viele Jahre lang war das Internet hauptsächlich ein 2D-Katalog mit Hyperlinks, und jetzt beginnt es endlich interessant zu werden, mit dem Potenzial für 3D-Erlebnisse. Eines ist sicher: Es wird die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten, einkaufen und leben. Wie können aber wir als InnenArchitekt*innen eine Rolle dabei spielen?</p>
<p>Dafür darf man sich zunächst das Bigger Picture ansehen. Die ganze Welt ist in einem tiefgreifenden Wandel von der realen zur digitalen Wirtschaft, und dies hat sich seit der globalen Pandemie drastisch beschleunigt. Ob es uns gefällt oder nicht, Covid-19 hat eine große Veränderung mit sich gebracht. Einige der Pioniere unter den Branchen, die als erste Metaversen mit aufbauen, sind Gaming, Mode, Hollywood und Krypto. Auch wir InnenArchitekt*innen sollten uns diese Chance nicht entgehen lassen, endlich teilzuhaben an dem digitalen Wandel, wenn sich das Internet in die Dreidimensionalität verschiebt.</p>
<p>Digitale Gegenstände sind bereits ein riesiger Markt, der durch die Anwendung der Blockchain-Technologie mit NFTs (Non-fungible Tokens) ermöglicht wurde, wodurch sie einen echten, dauerhaften Wert besitzen können. “Non-fungible” bedeutet, dass sie einzigartig sind und nicht ersetzt werden können. Der Wert von NFTs besteht also darin, dass sie ein digitales Objekt als einzigartig bestätigen und sich somit in einer digitalen Welt von Unbegrenztheit eine nachweisbare Begrenzung herstellen lässt. Und diese digitale Kreation kann alles sein, auch digitale InnenArchitektur.</p>
<p>Ein weiterer Trend besteht darin, in virtuelle Grundstücke und Immobilien in diesen Welten zu investieren. Diese sind im Laufe dieses Jahres im Preis bereits stark angestiegen. Ein Stück virtuelles Land in Decentraland wurde kürzlich für rund vier Millionen Dollar verkauft. In diesen virtuellen Welten können Menschen ihre NFT-Kunstsammlungen ausstellen, mit Freunden herumlaufen, Gebäude besichtigen und an Veranstaltungen teilnehmen. Für viele mag dies wie ein Scherz klingen, und die Welten mögen verfrühte Versionen wie das frühe Internet sein, aber es ist definitiv ein spannender Bereich für Designer, um ihre Fähigkeiten der physischen Welt zu nutzen und in die virtuelle Welt zu übertragen.</p>
<p>Darüber hinaus schafft das Metaverse die Möglichkeit eines anderen Geschäftsmodells als das des/der gewöhnlichen InnenArchitekten/InnenArchitektin, nämlich vom Berater zum Creator. Der Beruf des/der InnenArchitekten/InnenArchitektin hat sich immer mehr vom “Baumeister” zum/zur Projektmanager/Projektmanagerin hin verschoben und wird demnach wie andere von Fachleuten erbrachte Dienstleistungen nach Stundensatz oder nach Projekt bezahlt, was eine gewisse Begrenztheit mit sich bringt. Anstatt einzelne Dienstleistungen anzubieten, könnten InnenArchitekt*innen das Geschäftsmodell neu erfinden und Produkte/Dienstleistungen anbieten, die skalierbar sind, Lösungen, die wiederverwendet werden können und einer deutlich größeren Anzahl von Nutzern zu Gute kommen, nicht nur einem Kunden.</p>
<p>Das Metaverse benötigt nämlich umfangreiche Inhalte, die noch nicht existieren. Es braucht Erlebnisse wie virtuelle Museen, virtuelle Konzerte, virtuelle Schulen, virtuelle Konferenzen und vieles mehr, im Grunde genommen alles, was Sie sich vorstellen können. Für InnenArchitekt*innen ist das Metaverse ein Neuland voller Möglichkeiten und eine Utopia ohne die Zwänge der physischen Welt. Keine physikalischen Gesetze, keine Baugesetze, keine Materialkosten … InnenArchitekt*innen können einzigartige Entwürfe erstellen, sowie digitale Objekte wie Gebäude, Möbel, Skulpturen, Texturen und diese mehrfach verkaufen. Während Architektur ein relativ lokales Geschäft ist, können sie diese digitalen Produkte/Dienstleistungen auf der ganzen Welt anbieten und damit ganz andere Kunden ansprechen als die aus ihrer Region. Und damit bleiben die meisten Entwürfe eben nicht nur auf dem Papier oder in der Schublade.</p>
<p>Die Technologie schreitet voran. Das Metaverse ist eine neue Spielwiese, an der sich InnenArchitekt*innen gemeinsam mit anderen Akteuren beteiligen können. InnenArchitekt*innen können mit ihrer Kompetenz als Brücke zwischen der physischen und der virtuellen Welt fungieren. Im Metaverse wird es viele interessante Anwendungen und Möglichkeiten geben, man muss nur kreativ und mutig sein, um die Ressourcen zu nutzen und seine Erfahrungen in diesen neuen Bereich mit einzubringen.</p>
<p>Die Wahrheit ist nämlich, dass wir alle im Metaverse 1.0 leben. Auch wenn die meisten Menschen nicht wissen, was das Metaverse ist oder bedeutet. Die Anfänge existieren bereits seit längerer Zeit mit den sozialen Netzwerken, Videospielen, Film und Fernsehen. In den letzten zwanzig Jahren haben wir immer mehr Zeit in der digitalen Welt verbracht. Der Durchschnittsmensch zieht das ‘Metaverse’ inzwischen der physischen Welt vor. Klingt unpopulär, klingt unangenehm, es ist aber die statistische Wahrheit. Wir verbringen mehr Zeit in den sozialen Medien, wir verbringen mehr Stunden mit Videospielen, wir verbringen mehr Stunden mit dem Konsum von Fernsehen, Netflix usw.  Das Metaverse ist vielleicht noch nicht völlig immersiv, ja, man spürt es noch nicht auf der Haut. Aber man verlässt immer noch die physische Realität, um in eine andere Neue zu treten. Irgendwie leben wir schon heute, ohne das voll entwickelte Metaverse, darin.</p>
<p>Das Metaverse wird also nicht kommen, sondern es ist schon da. Das Metaverse entfaltet sich und entwickelt sich, jetzt. Ob man es will oder nicht. Das Einzige, was wir kontrollieren können, ist, wie es sich entfalten wird, wie es aussehen wird, wie es sich anfühlen wird&#8230; Und die Frage sollte lauten: Wie wollen wir als InnenArchitekt*innen eine wichtige Rolle dabei spielen? Nicht ob. </p>
<p><strong>Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung</strong><br />
</div></div><a id='bg-showmore-action-6a361a502889d2088325021' class='bg-showmore-plg-link bg-arrow ait_read-more'  style=" color:inherit;;" href='#'>weiterlesen</a><br />
&nbsp;</p>
<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-clear"></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Christian Kellner, Stipendiat der STO-Stiftung 2021/2022</title>
		<link>https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/christian-kellner-stipendiat-der-sto-stiftung-2021-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Juliane Lorenz-Elliot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Dec 2021 12:20:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogger]]></category>
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					<description><![CDATA[Langfristig ist es von mir das Ziel ‘Architekturentwickler’ zu werden. Darunter verstehe ich Architekt und Projektentwickler zugleich zu sein, um mehr bewirken zu können. Denn der Anblick der vielen gesichtslosen, vermeintlich wirtschaftlichen Durchschnittsprojekte in unseren Städten motiviert mich, mich mehr einzubringen und etwas zu verändern. Ich möchte unsere gebaute Umwelt auf eine direktere Art und Weise mitgestalten. Es geht darum, mehr Verantwortung für unseren räumlichen Kontext, in dem wir leben zu übernehmen, und damit eine aktivere Rolle in der Baukultur einzunehmen. Ich bin der
Meinung, dass wir als InnenArchitekt*innen das Ganze viel mehr selbst in die Hand nehmen dürfen, als nur zu versuchen, es mit in Projekte einfließen zu lassen. Dazu möchte ich zukünftig ein eigenes interdisziplinäres Studio gründen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="omsc-one-half">

<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2021/11/kellner-christian_sw.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2021/11/kellner-christian_sw-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-1-1-scaled.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Foto_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-1-1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-2-1-scaled.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Foto_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-2-1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-3-1-scaled.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Foto_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-3-1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-4-1-scaled.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Foto_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-4-1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-5-1-scaled.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Foto_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/Bild-5-1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/kellner-christian_Stegreifaufgabe_900.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="Stegreif_Christian Kellner" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2022/01/kellner-christian_Stegreifaufgabe_900-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-one-half omsc-last">
<p><strong>Christian Kellner</strong><br />
&#8220;<em>Nicht nur unser Essen, unsere Gewohnheiten, unsere Freunde und Familie haben Einfluss auf uns, sondern vor allem auch die Räume, in denen wir uns bewegen und leben. Wir verbringen mittlerweile die meiste Zeit im Innenraum. Teilweise bis zu 90% des Tages. Sich mit dieser meist unterschätzten, aber einflussreichen Komponente im Leben von Menschen zu befassen, fasziniert mich sehr.&#8221;</em></p>
<p>Den bisherigen Werdegang von Christian Kellner hat ein Auslandsaufenthalt in Kanada in der zehnten Klasse bestimmt. Sein Gastvater dort war Innenarchitekt und die Projekte, die er ihm zeigte, begeisterten ihn so sehr, dass er sich entschied, nach dem Abitur an der TH Rosenheim Innenarchitektur zu studieren. Exkursionen nach Japan und Griechenland mit einhergehenden Workshops an den Partneruniversitäten waren besondere Highlights im Bachelor Studium, die Lust auf mehr machten. Nach einem Praxissemester bei <em>bergmeisterwolf </em>in Südtirol, beschloss er seine Ausbildung mit einem Architekturstudium in Wien fortzuführen.</p>
<p>Für das Interior Scholarship 2021/22 – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung – hat sich der gebürtige Amberger mit seinem Portfolio sowie einer Bearbeitung der diesjährigen Stegreifaufgabe „People‘s Places<strong> – </strong>Die Rückeroberung des öffentlichen Raumes?“ beworben. Christian Kellner ist einer der vier Stipendiat*innen des mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Interior Scholarship. Die finanzielle Entlastung will er als <em>Freiraum</em> verstehen, den er nutzen will, um zu experimentieren, zu lesen, zu recherchieren, auszuprobieren, zu bauen, zu reisen, zu erleben, zu besichtigen&#8230; Er will sich ein Fundament erarbeiten, auf dem er in den kommenden Jahren aufbauen kann.</p>
<p>Langfristig ist das Ziel von Christian Kellner <em>Architekturentwickler </em>zu werden. Darunter versteht er Architekt und Projektentwickler zugleich zu sein, um mehr bewirken zu können. Denn der Anblick der vielen gesichtslosen, vermeintlich wirtschaftlichen Durchschnittsprojekte in unseren Städten motiviert ihn, sich mehr einbringen und etwas verändern zu wollen.<br />
<em>&#8220;Ich möchte unsere gebaute Umwelt auf eine direktere Art und Weise mitgestalten. Es geht darum, mehr Verantwortung für unseren räumlichen Kontext, in dem wir leben, zu übernehmen, und damit eine aktivere Rolle in der Baukultur einzunehmen. Ich bin der Meinung, dass wir als InnenArchitekt*innen das Ganze viel mehr selbst in die Hand nehmen dürfen, als nur zu versuchen, es mit in Projekte einfließen zu lassen. Dazu möchte ich zukünftig ein eigenes interdisziplinäres Studio gründen.&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>WASSER|SPIEGEL DER GESELLSCHAFT<br />
Stegreifaufgabe</strong><br />
&#8220;Introducing a new temporary element to urban public spaces. Large but low planes which are fogged with water. Wetting this smooth surface creates a mirror-like effect. This re?ects the environment in it, making you more aware of it. This sharpens the perception for the opposite, for other city dwellers, for our society. Furthermore this work engages the people as active participants, inviting spontaneity and encounter and interaction with others. Especi-ally in hot summertimes.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Juryurteil:</strong><br />
&#8220;Christian Kellner hat mit seiner Bewerbung dargelegt, dass er den Raum als Initiator für visionäre Prozesse begreift, als ein gesellschaftswirksames Werkzeug mit immenser Kraft. Seine eingereichten Arbeiten dokumentieren ein Spannungsfeld zwischen hoher Sensibilität und atmosphärischer Dichte einerseits sowie Radikalität und soziologischer Vielschichtigkeit andererseits. Seine Position definiert sich über alle Maßstäbe hinweg, wodurch thematische Weitsicht und sinnliche Nähe mit Blick auf entwerferisches Denken und Handeln zusammenspielen. Leise und unaufgeregt.<br />
Ästhetisch herausfordern und konsequent erarbeitet er ein Konstrukt aus materiellen als auch immateriellen Raumbeziehungen, ohne formale Klischees zu bedienen. Die kommunikative Präsenz und Dialogfähigkeit der gezeigten Szenarien unterstreichen die narrative Qualität. Seine visuelle Ausdrucksweise betont eine ruhige und konsequente Haltung. Man kann spüren, dass sich die gezeigten Räume an tiefere Schichten der Wahrnehmung wenden. Ein Potential des Bewerbers, das unbedingt unterstützt, erforscht und weiterentwickelt werden muss. Die eingereichte Stegreifaufgabe entspricht dem dargestellten Profil des Bewerbers und überzeugt in Klarheit, Ästhetik und inhaltlicher Tiefe.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch!&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Stegreif:<br />
<strong>People‘s Places</strong><br />
<strong>Die Rückeroberung des öffentlichen Raumes</strong><br />
Angesichts einer zunehmenden virtuellen und sozialen Segregation der Gesellschaft ist es besonders wichtig, Räume zu schaffen, in denen spontane soziale Begegnungen möglich sind. In einem lebendigen städtischen Raum treffen Menschen unterschiedlichster Herkunft und kultureller Prägung, verschiedensten Alters, mit differenten Lebenserfahrungen unmittelbar und unwillkürlich aufeinander. Die Wahrnehmung dieser heterogenen Gesellschaft ist der erste Schritt diese anzuerkennen, um sie dann mitzugestalten.<br />
Entwickeln Sie Ideen und Objekte sowie Interventionen zur temporären, partiellen Aneignung von Dingen oder Orten im öffentlichen Raum, die zur Belebung der Stadt und zur gesellschaftlichen Identitätsbildung beitragen.<br />
In Form von individuell ausgewählten, das Konzept unterstützenden Darstellungstechniken, wie Visualisierungen, Modellfotos, Collagen, Zeichnungen, Skizzen oder Filmsequenzen soll ihre eigenständige, persönliche Idee veranschaulicht werden. Ergänzen Sie diese textlich.<br />
<div class="clear"></div></div><div class="omsc-clear"></div></p>
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