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	<title>Bastian Feltgen &#8211; AIT | AIT-Dialog | xia</title>
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		<title>Bastian Feltgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[stillner-187-AIT]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2019 14:22:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Zeit vergeht gefühlt wie im Flug – und auf einmal ist 2018. Ein paar Tage nach meinem vorherigen Blogeintrag hatten wir unsere letzte Zwischenpräsentation und wieder einmal waren wir größtenteils damit beschäftigt, die Arbeit der letzten Monate zusammenzustellen und präsentationsfähig zu machen. Es ist interessant zu sehen wie unproduktiv man sich fühlt, wenn man immer wieder aufgehalten wird, um Ideen und gesammelte Informationen für den Moment zu präsentieren. Nichtsdestotrotz lief die Präsentation gut und wenn ich drüber nachdenke, war es vielleicht gar nicht so schlecht, die Arbeit der letzten Monate noch mal zusammenzufassen. Die nach der Präsentation aufkeimende Entwurfs-Euphorie wurde jedoch durch einen im Semesterplan integrierten Workshop unterbrochen. Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, bearbeiten wir eine semesterübergreifende Entwurfsaufgabe, die von drei fünftägigen Workshops mit den Themen Tektonik, Geschichte und Anthropologie begleitet wird. Nachdem wir in den vergangenen Monaten die Workshops in Geschichte und Anthropologie absolviert hatten, wartete nun der Tektonik Workshop auf uns. Im folgenden Beitrag möchte ich etwas detaillierter auf diesen Workshop eingehen und einen kleinen Einblick in die dort gemachten Erfahrungen geben.]]></description>
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<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-one-half omsc-last">
<strong>In Partnerschaft mit der Sto-Stiftung</strong></p>
<p>Die Zeit vergeht gefühlt wie im Flug – und auf einmal ist 2018. Ein paar Tage nach meinem <a href="/?p=32545">vorherigen Blogeintrag</a> hatten wir unsere letzte Zwischenpräsentation und wieder einmal waren wir größtenteils damit beschäftigt, die Arbeit der letzten Monate zusammenzustellen und präsentationsfähig zu machen. Es ist interessant zu sehen wie unproduktiv man sich fühlt, wenn man immer wieder aufgehalten wird, um Ideen und gesammelte Informationen für den Moment zu präsentieren. Nichtsdestotrotz lief die Präsentation gut und wenn ich drüber nachdenke, war es vielleicht gar nicht so schlecht, die Arbeit der letzten Monate noch mal zusammenzufassen. Die nach der Präsentation aufkeimende Entwurfs-Euphorie wurde jedoch durch einen im Semesterplan integrierten Workshop unterbrochen. Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, bearbeiten wir eine semesterübergreifende Entwurfsaufgabe, die von drei fünftägigen Workshops mit den Themen Tektonik, Geschichte und Anthropologie begleitet wird. Nachdem wir in den vergangenen Monaten die Workshops in Geschichte und Anthropologie absolviert hatten, wartete nun der Tektonik Workshop auf uns. Im folgenden Beitrag möchte ich etwas detaillierter auf diesen Workshop eingehen und einen kleinen Einblick in die dort gemachten Erfahrungen geben.</p>
<p>Das Thema des Workshops war das Architekturmodell, die Definition unter Architekten und die damit zusammenhängende Funktionen im Entwurfsprozess. Nach ein paar Vorträgen zum Thema Modellbau wurden wir mit der Aufgabe betraut ein Haus mit nicht mehr als 25 Quadratmetern zu entwerfen. Der Knackpunkt war jedoch, dass wir diese Entwurfsarbeit nur anhand von Modellen angehen sollten. Zeichnungen, wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten sollten vermieden werden und galten auch später nicht als Abgabeleistung. Vielmehr sollten die Konzentration auf das Entwerfen im dreidimensionalen Raum und der Prozess im Vordergrund stehen. Ein gar nicht so einfaches Unterfangen, wenn man es doch gewohnt ist, seine ersten Ideen zu skizzieren und zu zeichnen.</p>
<p>Anstatt also zu zeichnen, fingen wir an zu bauen. Es ist erstaunlich wie anders es ist, anhand von Modellen zu entwerfen und wie inspirierend kleinste Modelle im Vergleich zu anfänglichen Skizzen sind. Wir fingen an uns mit jedem Raum einzeln und unabhängig von seinen Nachbarräumen zu befassen, um erstmals die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Funktionen und Räume in kleinen Modellen festzuhalten. Gebaut wurde in 1:20 Modellen – ein ziemlich angenehmer Maßstab für ein 25 Quadratmeter großes Haus. Pro Tag setzten wir uns gewisse Etappenziele und fingen am zweiten Tag an, die einzelnen Räume mit ihren individuellen Formen zusammenzufügen und dabei kleinere Anpassungen vorzunehmen. Im Endeffekt passten wir abwechselnd immer wieder die Parameter Orientierung, Öffnungen, Größe und Höhe an, um letztendlich eine finale Komposition zu erhalten. Bei all den Anpassungen lag der Fokus jedoch immer auf der innenräumlichen Wirkung und nicht auf dem äußeren skulpturalen Erscheinungsbild, wie es wahrscheinlich in meinem Bachelorstudium der Fall gewesen wäre.</p>
<p>Es ist interessant wie mir während meiner Zeit hier in Kopenhagen immer wieder bewusst wird, wie sehr sich doch der Blickwinkel im Vergleich zu dem Bachelorstudiengang in Stuttgart geändert hat. Natürlich spielt auch hier der Kontext eine große Rolle, doch geht es vor allem immer wieder um den Menschen, das Innere und den genutzten Raum. Atmosphäre, Sinneswahrnehmungen und das Entwerfen aus dem Innenraum heraus sind treibende Faktoren, nicht nur in der in der Praxis, sondern auch in den Seminaren und Diskussionsrunden außerhalb des Studios. Doch zurück zum Workshop: Letztendlich haben wir in den fünf Tagen eine aus individuell gestalteten Räumen bestehende Skulptur entworfen und uns so erstmals mit dem erwünschten Entwurfsprozess für die Masterarbeit auseinandergesetzt.</p>
<p>Momentan befinde ich mich im Endspurt meiner Projektarbeit und bin eine Woche von der letzten Präsentation entfernt. Der vergangene Workshop, anfänglich als Euphorie-Blockade eingeschätzter Zeitvertreib, trägt nun jedoch seine Früchte und war alles andere als eine unnütze Woche.</p>
<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-clear"></div></p>
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		<title>Bastian Feltgen</title>
		<link>https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/bastian-feltgen-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stillner-187-AIT]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 14:22:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zwei Jahre nach meinem Bachelorabschluss in Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart, habe ich im September 2017 den Master in Spatial Design an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen begonnen. Die Möglichkeit sich als Design-, Innenarchitektur- oder Architekturabsolvent für diesen Master zu bewerben, schafft ein interessantes Fundament für zukünftige Kollaborationen zwischen Studenten mit unterschiedlichen Herkünften und Hintergründen. Das Bestreben des Programms voneinander zu lernen, zu kollaborieren und von den unterschiedlichen Hintergründen zu profitieren, wurde nach den ersten Veranstaltungen deutlich und ist nach wie vor der rote Faden, der sich bis heute durch das Programm zieht. Gruppenarbeiten werden so organisiert, dass jeweils eine gesunde Mischung aus Designern und Architekten sowie dänischen und internationalen Studenten besteht: Dies führt immer wieder zu interessanten Diskussionen und unerwarteten Ansätzen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="omsc-one-half">

<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-2"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1-500x350.jpg 500w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1-800x560.jpg 800w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1-768x538.jpg 768w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>
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<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-2"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2-500x350.jpg 500w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2-800x560.jpg 800w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2-768x538.jpg 768w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2017/07/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag_bastian-feltgen_2.jpg 1000w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>

<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-one-half omsc-last">
<strong>In Partnerschaft mit der Sto-Stiftung</strong></p>
<p>Zwei Jahre nach meinem Bachelorabschluss in Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart, habe ich im September 2017 den Master in Spatial Design an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen begonnen. Die Möglichkeit sich als Design-, Innenarchitektur- oder Architekturabsolvent für diesen Master zu bewerben, schafft ein interessantes Fundament für zukünftige Kollaborationen zwischen Studenten mit unterschiedlichen Herkünften und Hintergründen. Das Bestreben des Programms voneinander zu lernen, zu kollaborieren und von den unterschiedlichen Hintergründen zu profitieren, wurde nach den ersten Veranstaltungen deutlich und ist nach wie vor der rote Faden, der sich bis heute durch das Programm zieht. Gruppenarbeiten werden so organisiert, dass jeweils eine gesunde Mischung aus Designern und Architekten sowie dänischen und internationalen Studenten besteht: Dies führt immer wieder zu interessanten Diskussionen und unerwarteten Ansätzen.</p>
<p>Das Semester fing mit einem zweiwöchigen Workshop mit dem Titel Ingestion an. Organisiert vom Institut für Architektur und Design, dienten die zwei Wochen vor allem der Orientierung sowie dem Kennenlernen und standen, wie schon die Einführungsveranstaltungen, unter dem Thema der Kollaboration. Masterstudenten der Programme Fashion-, Textile-, Ceramic-, Furniture- und Spatial-Design wurden in Zehnergruppen aufgeteilt und hatten die Aufgabe in diesen zwei Wochen ein Manifest zum Thema Ingestion zu entwerfen. Im Allgemeinen bedeutet Ingestion die Einnahme einer Substanz durch einen Organismus – ein sehr umfangreiches Thema, das zu anregenden, aber auch anstrengenden Diskussionen in unserer Gruppe führte. Eine einstimmige Entscheidung bezüglich eines Themas zu treffen, ist in einer Zehnergruppe gar nicht so einfach – schon gar nicht, wenn alle Mitglieder aus unterschiedlichen Sparten und Kulturen mit unterschiedlichen Ansichten kommen. Nach anderthalb Wochen, geprägt von langen Diskussionen, Annährungen und schlussendlich einem finalen Konzept bei dem sich alle einig waren, hatten wir noch drei Tage Zeit für die Umsetzung.</p>
<p>Die Idee war, einen Raum zu entwerfen, der sich mit unseren fünf Sinnen und deren Aufnahme auseinandersetzt. Letztendlich ist eine Installation entstanden, die einen Gradienten zwischen zwei Extremen manifestiert: Informationsüberfluss und Informationsmangel. Jeder einzelne Sinn wird beim Betreten der Installation überstimuliert und ruft unterschiedliche, meist unangenehme Emotionen hervor. Beim Durchlaufen der Installation verändert sich die Informationszufuhr bis hin zur totalen Informationsleere. Die Idee der beiden Extreme kann individuell interpretiert werden, soll jedoch ein gewisses Bewusstsein bezüglich unserer fünf Sinne schaffen und aufzeigen, wie eng Emotionen über die räumliche Wahrnehmung erzeugt und geleitet werden können.</p>
<p>Der Workshop bestand aus insgesamt zehn Zehnergruppen und bestach am Ende vor allem durch die unterschiedlichen Ansätze und Umsetzungen der Teams. Von Installationen, über interaktive Ausstellungen zum Thema Ingestion, bis hin zu gemeinschaftlichen Ess-Zeremonien wurde das Thema ausgereizt und umfangreich durchleuchtet. Der Workshop war ein interessanter Start in den Master an der Royal Danish Academy of Fine Arts und verdeutlichte das Potenzial von Kollaboration, auch wenn das Auseinandersetzen mit unterschiedlichen Charakteren nicht immer einfach ist.</p>
<p>Neben drei weiteren fünftägigen Workshops mit den Themen Tektonik, Geschichte und Anthropologie steht in diesem Semester vor allem der Entwurf im Vordergrund. Begleitet wird die Entwurfsarbeit von einem wöchentlichen Seminar, in dem wir theoretische Texte in Bezug auf Architektur, angelehnt an die drei Workshops Tektonik, Geschichte und Anthropologie diskutieren. Die Arbeit an den Entwürfen ist ziemlich frei und keineswegs mit den Entwurfsaufgaben aus meinem Bachelorstudium zu vergleichen.</p>
<p>Ohne eine wirkliche Aufgabenstellung haben wir uns in den ersten Wochen mit unterschiedlichen Gebieten in Kopenhagen auseinandergesetzt. Das Resultat waren Fotografien, Skizzen, Gespräche mit Anwohnern sowie Recherchen in Bezug auf die geschichtliche Entwicklung. Wir arbeiteten in Fünfergruppen an Zeichnungen und schufen so gemeinsam eine handgezeichnete Karte des Gebiets im Maßstab 1:500. Diese Karte repräsentiert unsere Interessensgebiete und dient nun als Anhaltspunkt für weitere, individuelle Recherchen.</p>
<p>Die letzen zwei Wochen haben wir damit verbracht, die gesammelten Informationen individuell zu bündeln und anhand dieser ein Programm zu schreiben, das nun unsere Designaufgabe beschreibt. Anstelle eines vorformulierten Problems haben wir uns mit einem Kontext beschäftigt und uns unsere Designaufgabe dadurch selbst erarbeitet. Das geschriebene Programm dient nun als Anhaltspunkt und Aufgabenstellung für die Abgabe im Januar.</p>
<p>Im Laufe der Zeit ist architektonischer Raum unweigerlich mit Veränderungen konfrontiert: Ideologienwandel, demografische Veränderungen und somit eine unumgängliche Reorganisation der Gesellschaft und der Nutzung von Raum. Das Gebiet um den Kopenhagener Assistenzfriedhof, Assistent Kirkegård in Nørrebro, ist ein interessantes Beispiel für Veränderungen im städtischen Kontext. Unter dem Druck der Gesellschaft wurden viele Räume in diesem Gebiet neu definiert und an aktuelle Lebensstile und moderne Ideologien angepasst. Kirchen wie Hellig Kors Kirke, Brorsons Kirke und Blågårds Kirke haben ihre Funktion entweder völlig verändert oder versuchen sich an das moderne Leben anzupassen. Nun finden in diesen (ehemals) religiösen Räumen nicht nur Messen, sondern auch Konzerte oder kulturelle Events statt; einige bieten sogar Übernachtungsmöglichkeiten.</p>
<p>Diese Neudefinition von architektonischen Raum unter dem Druck gesellschaftlicher Veränderungen ist ein spannender Prozess, den ich im Rahmen meines Entwurfs weiter untersuchen möchte.</p>
<p>Dabei rücken folgende Fragen in den Vordergrund:</p>
<p>1. Was passiert mit architektonischem Raum, der aufgrund langwieriger Veränderungen in der Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß ist?</p>
<p>2. Schränken diese nicht mehr zeitgemäßen Räume moderne Lebensstile eher ein, als dass sie sie unterstützen?</p>
<p>3. Darf man historischen Raum verändern und an die entstandenen Umstände anpassen, obwohl dieser vielleicht einen hohen historischen Wert hat?</p>
<p>4. Wenn ja, wie geht man als Architekt oder Designer mit dieser historischen Baulast um? Kann man historische Artefakte ändern, ohne dass sie ihre Bedeutung und ihren Status verlieren?</p>
<p>Mithilfe dieser Fragen beschäftige ich mich nun mit der Mauer, die den Assistenzfriedhof, Assistent Kirkegård in Nørrebro, einschließt. Interessanterweise hat sich im Laufe der Zeit die Funktion der Mauer erweitert: So schirmt sie nicht nur den Friedhof vom Rest der Stadt ab, sondern wird als Kommunikationsmittel und Präsentationswand für Flohmärkte und politische Gruppierungen genutzt, dient als Orientierungspunkt und in manchen Bereichen innerhalb des Friedhofs als tragendes Element für Grabsteine. Diese Anpassungen sowie die städtebauliche Planung ein Drittel des Friedhofs in einen Park umzuplanen, lassen es zu, den Status der Mauer zu hinterfragen. In Anbetracht der Veränderungen unter dem Druck der gesellschaftlichen Entwicklung, sieht es das Projekt vor, historische Artefakte anzupassen und dadurch urbane Entwicklungen und moderne Lebensstile zu unterstützen – ohne die historische Bedeutung und einstige Funktion der Mauer zu verlieren. Das Projekt wird sich mit der Möglichkeit der Anpassung der Mauer an ihre heutigen Funktionen beschäftigen. Da ich mich momentan noch am Anfang des Entwurfs befinde, kann ich relativ wenig zu den ersten Überlegungen schreiben, werde Anfang Januar aber sicher mehr zu berichten haben &#8230;</p>
<p><div class="clear"></div></div><div class="omsc-clear"></div></p>
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		<title>Bastian Feltgen</title>
		<link>https://ait-xia-dialog.de/ait-dialog-blog/bastian-feltgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[stillner-187-AIT]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2018 14:22:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Letztes Semester habe ich ein architektonisches Konzept untersucht, welches sich mit historischen Architekturen beschäftigt, die unter dem Druck sozialer Entwicklung ihre eigentliche Funktion verlieren. Inspiriert durch den Kontext und die miteinander zusammenhängende Entwicklung von Form, Funktion und Nutzer ist ein Raum entstanden, der versucht die momentane Entwicklung zu unterstützen und die als historisch und nicht mehr zeitgemäß eingeschätzte Architektur anzupassen.
</br></br>
Wie schon in einem meiner ersten Blog-Einträge erwähnt entstand die Idee dieser Arbeit während der ersten Auseinandersetzung mit dem Gebiet um den Friedhof Assistent Kirkegård in Nørrebro, Kopenhagen. Unter dem Druck sozialer Entwicklungen wurden viele Räume in diesem Gebiet neu definiert und an aktuelle Lebensstile und moderne Ideologien angepasst. Angrenzende Kirchen wie Hellig Kors Kirke, Brorsons Kirke und Blågårds Kirke haben ihre Funktion entweder völlig verändert oder versuchen sich an die stattfindenden Entwicklungen anzupassen. Somit finden in diesen alt religiösen Räumlichkeiten nicht nur Messen, sondern auch Konzerte, Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose sowie kulturelle Events statt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="omsc-one-half">
<p>
<a href='https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-3"><img decoding="async" width="500" height="350" src="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2-500x350.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2-500x350.jpg 500w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2-800x560.jpg 800w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2-768x538.jpg 768w, https://ait-xia-dialog.de/wp-content/uploads/2018/04/ait-dialog_wettbewerbe_blogeintrag-3_bastian-feltgen_2.jpg 1000w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>
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<p>Letztes Semester habe ich ein architektonisches Konzept untersucht, welches sich mit historischen Architekturen beschäftigt, die unter dem Druck sozialer Entwicklung ihre eigentliche Funktion verlieren. Inspiriert durch den Kontext und die miteinander zusammenhängende Entwicklung von Form, Funktion und Nutzer ist ein Raum entstanden, der versucht die momentane Entwicklung zu unterstützen und die als historisch und nicht mehr zeitgemäß eingeschätzte Architektur anzupassen.</p>
<p>Wie schon in einem meiner ersten Blog-Einträge erwähnt entstand die Idee dieser Arbeit während der ersten Auseinandersetzung mit dem Gebiet um den Friedhof Assistent Kirkegård in Nørrebro, Kopenhagen. Unter dem Druck sozialer Entwicklungen wurden viele Räume in diesem Gebiet neu definiert und an aktuelle Lebensstile und moderne Ideologien angepasst. Angrenzende Kirchen wie Hellig Kors Kirke, Brorsons Kirke und Blågårds Kirke haben ihre Funktion entweder völlig verändert oder versuchen sich an die stattfindenden Entwicklungen anzupassen. Somit finden in diesen alt religiösen Räumlichkeiten nicht nur Messen, sondern auch Konzerte, Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose sowie kulturelle Events statt.</p>
<p>Doch nicht nur die angrenzenden Kirchen, sondern auch der um 1760 gegründete Friedhof Assistent Kirkegård ist alles andere als ein normaler Ort der Bestattung, Trauer und des Gedenkens. Anfangs noch außerhalb der Stadtmauern gelegen hat Kopenhagen im Laufe der letzten Jahrhunderte den Friedhof vollkommen umschlossen. Obwohl heutzutage noch immer Bestattungen in gewissen Bereich des Friedhofs stattfinden, wird dieser schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch als Naherholungsgebiet genutzt. Der Zusammenhang von sozialem Wandel und die dadurch entstandene Koexistenz von Funktionen in diesem Areal ist Inspirationsquelle für die vorangegangene, sowie kommenden Entwurfsaufgabe.<br />
Letztes Semester ist somit eine kleine Bibliothek mit anliegenden Leseraum entstanden, die inspiriert durch die vorherrschenden Funktionen und sozialen Veränderungen in Nørrebro (speziell in und um den Friedhof Assistent Kirkegård) die Funktion der Friedhofsmauer erweitert. Das kulturelle Erbe, die atmosphärischen Qualitäten und die Identität, die in der bestehenden Architektur und den angrenzenden Kontexten vorhanden ist, sind wichtige Bestandteile und wesentlich zu erhalten.<br />
Innerhalb des kommenden Semesters werde ich unter Berücksichtigung der Ergebnisse des letzten Semesters das Projekt fortführen und das entstandene Programm erweitern. Von der Mauer als Teil von Assistens Kirkegård hin zum ganzen Friedhof. Die Idee ist es mehrere Miniaturarchitekturen zu entwerfen, die die unterschiedliche Nutzung des Friedhofs unterstützen. Anhand dieser Interventionen möchte ich hierbei insbesondere neben den Bereichen der Erholung auch die Funktionen des Friedhofs mit einbeziehen.<br />
Während der Fokus architektonisch auf den Miniaturarchitekturen und deren Ausarbeitung liegen wird, werde ich mich mit der Frage beschäftigen inwieweit religiöse Institutionen, in der aktuellen politischen Entwicklung, in der Lage sind die gefährdeten Infrastrukturen unserer Sozial- und Wohlfahrtstaaten zu unterstützen.<br />
Der Beginn des zweiten Semesters galt der Aufarbeitung des vorangegangenen Entwurfs und der damit verbundenen Entwicklung einer Idee, wie sich dieses Projekt im kommenden Semester weiterführen lässt. Im Vergleich zum vorherigen Semester liegt der Schwerpunkt im Frühling auf der architektonischen Ausarbeitung &#8211; da davon ausgegangen wird, dass wir uns im letzten Semester genügend theoretischen Hintergrund angeeignet haben, der nun eine architektonische Form bekommen soll. Auch wenn das Programm relativ viele Freiheiten mit sich bringt, wir kaum Vorlesungen oder Seminare haben, so gibt es doch immer wieder kleinere, entwurfsbegleitende Aufgaben, die uns bei unserer Konzipierung einen bestimmten Fokus vorgeben. Solch kleine „Briefs“ sind ein wesentlicher Bestandteil des Programms und hilfreich für einen gemeinsamen Diskurs im Studio. Beispielhaft für diesen Ansatz sind die letzten drei Wochen. Hierbei wurden wir gebeten uns nicht auf den gesamten Entwurf zu konzentrieren, sondern sollten uns ein Detail aussuchen, um dieses dann in den Werkstätten im Maßstab 1:5 bis 1:1 zu studieren.<br />
Die Frage nach einer angemessenen Materialität, die in der Lage ist die historisch gewachsene Identität, sowie die moderne Interpretation auf ähnliche Art und Weise zu repräsentieren hatte mich schon letztes Semester beschäftigt. Somit entschied ich mich den Fokus vom Detail auf die Materialität zu verschieben um genau dies zu untersuchen. Entstanden ist hierbei ein Betongemisch, welches durch die Integration von Zuschlägen, entnommen aus der existierenden Architektur, einen Terrazzo ähnlichen „Look“ erhält. Dachziegeln und Ziegelsteine sind die Hauptzuschläge, welche in drei verschiedene Aggregatgrößen zerkleinert werden. Dadurch entstehen nicht nur Zuschläge, sondern auch Pigmente welche dem Zement neben gesprenkelten Oberflächen auch eine an die existierende Architektur angelehnte, flächendeckende Farbe verleiht. Entstanden sind im Endeffekt sechs verschiedene, homogene Betongemische &#8211; drei mit Zuschlägen aus dem Dachziegel und drei mit Zuschlägen aus dem Ziegelstein. Gemixt mit zwei verschiedenen Zementsorten ist ein heterogener Stein entstanden, dessen Nutzung ich in den kommenden Wochen nun erörtern werde.</p>
<p><strong>Interior Scholarship – das AIT-Stipendium der Sto-Stiftung</strong></p>
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