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Turmbau zu Rottweil

Simulation der endgültigen Fassade nach Fertigstellung. Quelle: werner sobek, stuttgart

Am Anfang standen kontroverse Diskussionen: würde ein gewaltiger Turmbau das historische Stadtbild Rottweils stören? Bevölkerung und Stadtrat wischten letztlich die Bedenken bei Seite. Und können sich heute über eine echte Attraktion freuen. Die 246 Meter hohe Konstruktion des spektakulären Turms von thyssenkrupp dient dem Test sowie der Zertifizierung von Aufzugsinnovationen und trägt so zu erheblichen Verkürzungen der Entwicklungszeit zukünftiger und bereits in der Konstruktionsphase befindlicher Wolkenkratzer auf der ganzen Welt bei. Trotz der imposanten Höhe wird ein leichtes und filigranes Erscheinungsbild gewahrt. Die Architekten Werner Sobek und Helmut Jahn verkleiden den Betonschaft mit einer Stoffhülle aus Glasfasergewebe, auf 232 Metern Höhe entsteht außerdem die höchste Besucherplattform Deutschlands. In punkto Leichtbau und adaptive Strukturen in der Architektur setzt der Turm neue Maßstäbe. Revolutionär ist auch der MULTI Aufzug: ein seilloses System, das es erstmals überhaupt ermöglicht, mehrere Kabinen im selben Aufzugschacht vertikal und horizontal zu betreiben.