Ausgabe 05 | 2016


ÖFFENTLICHE BAUTEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

darüber, ob die scheinbar aufwendige Ausstattung eines Gebäudes gerechtfertigt ist, gehen die Meinungen in der Öffentlichkeit häufig auseinander und werden schnell zum Stammtisch-Thema. Bei Kindergärten, Schulen und Kultureinrichtungen ist das anders: Längst herrscht Konsens darüber, dass jeder Euro und jede Bemühung für eine kind- und bildungsgerechte Bewältigung dieser Bauaufgaben mehr als sinnvolle Investitionen in die Zukunft sind. Und so fallen uns bei der Recherche zum Thema Öffentliche Bauten so viele ambitioniert gestaltete Projekte auf, dass uns die Auswahl immer richtig schwerfällt. So unterschiedlich die Ansätze sein mögen, bei allen ausgewählten Beispielen werden das aufrichtige Bemühen um das Wohlbefinden der Nutzer und der didaktische Auftrag mehr als deutlich – sehen Sie selbst ab Seite 84. Gelungene Projekte sind immer nur so gut wie ihre Ausstattung – darum geht es in unserem umfangreichen Sonderteil zum Thema Kindermöbel ab Seite 74. Und da in öffentlichen Gebäuden auch eine perfekte Beleuchtung unabdingbar ist und es sich auf der Light + Building im März alles um Leuchten drehte, haben wir ab Seite 32 die Neuheiten für Sie zusammengetragen. Nicht ganz neu, aber aktueller denn je, ist die Überlegung, wie Kirchengebäude – so sie nicht mehr benötigt werden – in Zukunft sinnvoll genutzt werden können. In unserer neuen Rubrik „Ideen“ stellen wir sieben profanierte Kirchen vor (ab Seite 128), in denen nicht mehr gebetet, aber geskatet, gesungen, gewohnt, gearbeitet, geturnt oder beerdigt wird! Ein besonders beeindruckendes Beispiel einer Kirchenumnutzung haben wir in Mailand entdeckt. Dort haben CLS Architetti in einem Teil der Kirche San Paolo Converso ihr Architekturbüro eingerichtet. Darüber und über alles andere, was wir in Mailand anlässlich des Salone del Mobile sehen und erleben durften, berichten wir in unseren nächsten AIT Ausgaben – einen Vorgeschmack auf die Einrichtungstrends gibt es bereits bei uns auf Facebook. Den Einstieg in ein besonders buntes und pralles Heft macht allerdings ein trauriger Anlass: Wir verneigen uns vor dem Lebenswerk der großartigen Zaha Hadid.

Mit besten Grüßen
Petra Stephan, Dipl.-Ing.
Chefredakteurin
Architektin

AIT-Team-Selfie in der Spiegelfassade der Fondazione Prada in Mailand


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